1. Vom Handball zu Krypto – Wie bist du bei Bitcoin Suisse gelandet?
Nebst meiner Handballkarriere habe ich mich für ein Studium an der ZHAW entschieden, wo ich die Vorlesung über Betriebsökonomie mit der Vertiefung Banking & Finance besucht habe. Der Dozent hat Bitcoin nur als «Side-Story» erklärt. Ich erinnere mich noch heute so gut daran, weil Bitcoin damals einen Wert von 1$ hatte. Etwas später wurde mir die Blockchain-Technologie auf technischer Ebene nähergebracht. Von da an begann ich mich auch immer mehr privat mit Blockchain-Technologie und dem Krypto-Markt auseinanderzusetzen.
Während des Studiums lag mein Hauptfokus immer beim Handballsport. Mehr und mehr kristallisierte sich jedoch heraus, dass meine Karriere als aktiver Sportler mit dem Abschluss meines Studiums ebenfalls zu Ende gehen würde. Da war für mich sofort klar, dass ich den Einstieg in die Finanzbranche wagen möchte. Mein erster Touchpoint mit Bitcoin Suisse war ein ehemaliger Mitschüler vom Sportgymi, Sebastian Fischer, der damals gerade bei Bitcoin Suisse startete und sehr positiv von seinem neuen Arbeitgeber erzählte.
Nur wenige Wochen später nahm ich Kontakt zum Athletes Network auf. Sie haben mich im Übergang in die Berufswelt mit diversen Workshops, einer Standortbestimmung und einer persönlichen SWOT-Analyse, unterstützt. Als Sportler ist man sich seiner Stärken, und im besten Fall, auch Schwächen auf dem Spielfeld bewusst. Athletes Network hat mir geholfen meine Soft Skills zu identifizieren und in Worte zu fassen. Wie der Name schon sagt, hat Athletes Network auch ein grosses Netzwerk. Dadurch ist die Verbindung zu Luca Iten (Bitcoin Suisse Alumni) entstanden. Nach guten Gesprächen mit Luca habe ich mich bei Bitcoin Suisse beworben, wo ich mich anschliessend auch vorstellen durfte.
Den Mitarbeitern hatte ich schon beim Vorstellungsgespräch ein sehr gutes Gefühl gegenüber, was für mich entscheidend war. Nur wenig später wurde ich zum ersten Arbeitstag begrüsst.
2. Welche Fähigkeiten, die du im Sport gelernt hast, helfen dir jetzt in deinem neuen Job?
Durchhaltefähigkeit: Während einer langen Zeit in meiner Karriere konnten wir uns mit der Nationalmannschaft für kein grosses Turnier qualifizieren. Letztlich gelang es doch noch für die Europameisterschaft 2020 in Dänemark, Schweden und Österreich. Wir spielten die Gruppenphase in Schweden, wo für uns das Turnier leider bereits nach drei Spielen wieder zu Ende war. Gleichzeitig betrachtete ich dieses Turnier als Abschluss meiner Nationalmannschaftskarriere, auch weil wir uns für das nächste Turnier nicht mehr qualifizieren konnten. Aufgrund der COVID-Pandemie wurde die Qualifikation für die WM 2021 in Ägypten anschliessend abgesagt. Es war aber auch die Pandemie, die uns die Chance gab, noch an die Weltmeisterschaft zu fahren. Zwei Teams hatten zu viele positive COVID-Fälle im Team und konnten das Turnier nicht antreten. Vom Schreiben meiner Masterarbeit direkt auf das Spielfeld in Ägypten. Diese Story ist aber für einen anderen Tag (lacht). Diese Geschichte lehrte mich, dass der Lohn für die harte Arbeit manchmal nicht unmittelbar kommt, aber ohne Durchhaltefähigkeit bekommt man ihn nie.
Der Wille besser zu werden: Das ist das Ziel eines jeden Trainings - bei meiner täglichen Arbeit ist es auch nicht anders. Auch wenn es manchmal nur kleine Schritte sind, wichtig ist, nicht stehen zu bleiben.
Teamfähigkeit: In jeder Gruppe von Menschen kommt es früher oder später zu Auseinandersetzungen, Reibereien oder Konflikten. Im Sport habe ich gelernt, dass die Lösung dieser Konflikte auf sehr individueller Basis beruht. Den einen Mitspieler muss man anschreien, den anderen motivierend wieder aufbauen und den dritten einfach in Ruhe lassen, der findet alleine wieder zu seiner Leistung.






