Die Top-Schlagzeilen dieser Woche: Stablecoins finden verstärkt grenzüberschreitenden Akzeptanz und Zuspruch
CFTC unterstützt Stablecoins als Sicherheiten
- Diese Woche setzten Institutionen weltweit verstärkt auf Stablecoins. Am Dienstag genehmigte die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), dass US-Derivatehandelsplätze künftig dollar-gedeckte Stablecoins als Sicherheiten akzeptieren dürfen. Dies könnte helfen, Margenanforderungen zu senken und die Abwicklung zu modernisieren. Interimspräsidentin Caroline Pham bezeichnete die Initiative als „Killer-App … um Wirtschaftswachstum freizusetzen, indem Kosten gesenkt werden“.
- Branchenführer teilten ihren Optimismus. Heath Tarbert von Circle sprach von zusätzlicher Liquidität und geringerem Risiko. Greg Tusar, VP bei Coinbase, betonte, dass die USA so ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Jack McDonald von Ripple hob die Bedeutung klarer Regeln zu Bewertung, Verwahrung und Abwicklung hervor – ein Punkt, den Kris Marszalek von Crypto.com im Zusammenhang mit einer erweiterten Nutzung von Sicherheiten jenseits von Bargeld hervorhob. Der Vorschlag ist bis zum 20. Oktober zur öffentlichen Stellungnahme offen, begleitet von Koordination zwischen dem US-Finanzministerium und der Präsidenten-Arbeitsgruppe.
USA und UK vertiefen Krypto-Zusammenarbeit
- Auch die US-Regierung kündigte die Einrichtung eines gemeinsamen Gremiums mit Grossbritannien an, um für Unternehmen den Zugang zu Kapitalmärkten auf beiden Seiten des Atlantiks zu erleichtern und die Zusammenarbeit bei Krypto-Vermögenswerten zu vertiefen. Bewilligt durch Schatzkanzlerin Rachel Reeves und Finanzminister Scott Bessent während Präsident Trumps Staatsbesuch, soll die Taskforce – unter gemeinsamer Leitung der Finanzministerien und mit Beteiligung der Aufsichtsbehörden – kurzfristige Anpassungen und längerfristige Optionen innerhalb von 180 Tagen liefern. Ziel ist ein reibungsloserer grenzüberschreitender Zugang. Grossbritannien bevorzugt dabei weiterhin, Krypto über bestehende Regeln zu regulieren, anstatt wie die EU mit ihrer Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCAR) ein neues Regelwerk zu schaffen.
EU-Banken entwickeln MiCAR-konformen Stablecoin
- Gleichzeitig haben sich Finanzinstitute in der EU zusammengeschlossen, um einen Euro-Stablecoin gemäss MiCAR-Vorgaben zu lancieren. ING, Banca Sella, KBC, Danske Bank, DekaBank, UniCredit, SEB, CaixaBank und Raiffeisen Bank International stellten Pläne für einen euro-denominierten Stablecoin vor. Dafür wurde in den Niederlanden eine Gesellschaft gegründet, die eine E-Geld-Lizenz unter Aufsicht der De Nederlandsche Bank anstrebt. Die erste Emission ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant, weitere Banken sind eingeladen, sich anzuschliessen. Ein CEO soll nach regulatorischer Genehmigung benannt werden. Ziel ist es, eine vertrauenswürdige Zahlungsinfrastruktur zu schaffen – als glaubwürdige europäische Alternative zum heute USD-dominierten Stablecoin-Markt – und Banken Raum für Wallets und Verwahrungslösungen zu bieten.
Ein kurzer Krypto-Überblick: Long-Positionen im Wert von Milliarden liquidiert
Nach der Rallye in der Vorwoche kehrte die Volatilität mit voller Wucht zurück. Am Wochenende wurden Krypto-Positionen im Wert von über 1,8 Milliarden USD liquidiert, was 370’000 Trader traf und die Marktkapitalisierung um mehr als 150 Milliarden USD sinken liess – die bislang grösste Long-Liquidation des Jahres. Bitcoin fiel kurzzeitig unter seinen 7-Tage-Simple-Moving-Average auf 112’000 USD, Ether rutschte auf rund 4’200 USD. Analysten machten eine Mischung aus Trumps umstrittener H1B-Visa-Gebühr von 100’000 USD, die Tech-Aktien belastete, sowie stark überladenen Altcoin-Positionen mit Hebelwirkung verantwortlich.
In den vergangenen 24 Stunden gingen weitere 170 Milliarden USD an Marktkapitalisierung verloren: BTC fiel bis auf 109’000 USD, bevor er Unterstützung fand, und ETH sank erstmals seit dem 9. August wieder unter 4’000 USD.




