1. Flashbots-Mitgründer tritt wegen Meinungsverschiedenheiten über Zensur zurück
Die Fakten:
- Stephane Gosselin, Mitgründer von Flashbots, gab am Freitag letzter Woche bekannt, dass er das Unternehmen im vergangenen Monat verlassen hat.
- Uneinigkeit herrsche in der Frage, ob die MEV-Relay-Software von Flashbot OFAC-sanktionierte Adressen herausfiltern sollte oder nicht.
Warum es wichtig ist:
- Die Zensur Debatte in der Ethereum-Community ist derzeit in vollem Gange, nachdem das OFAC Ethereum-Adressen, die mit dem Privacy-Tool Tornado Cash verbunden sind, auf die Sanktionsliste gesetzt hat. Am Mittwoch reichte Coin Center eine Beschwerde gegen das OFAC ein und argumentierte, dass "niemand Tornado Cash kontrolliert", während sich die OFAC-Sanktionen ausdrücklich an "Personen" richten.
- Relays, die von Validatoren genutzt werden, um die Blockproduktion auszulagern und so zusätzliche Einnahmen zu erzielen, stehen unter verstärkter Beobachtung, wie sie mit sanktionierten Adressen umgehen. Flashbots, das mit Abstand grösste Relay, steht im Mittelpunkt der Debatte, weil es proaktiv OFAC-gelistete Adressen bei der Blockerstellung herausfiltert, denn 89 % der durch Relays verarbeiteten Blöcke kommen derzeit den OFAC-Vorgaben nach.
- Mehrere Relays haben sich in der Debatte um die Zensur oder sonstige Filterung von Transaktionen in verschiedenen Ecken positioniert. Da sie alle auf dem neu entstehenden Markt für "Block Production Services" konkurrieren, wird es interessant sein zu sehen, wie Ethereum-Validatoren über ihre MEV-Strategien entscheiden.
- Generell ist diese Debatte ein weiteres Beispiel dafür, wie crypto neue Fragen für die Regulierungsbehörden aufwirft und auch die bestehende Regulierungspraxis in Frage stellt. Es wird nicht das letzte Mal sein.



