1. Profitabilität des Bitcoin-Minings fällt auf den niedrigsten Stand seit 7 Jahren
Die Fakten:
- Ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld sowie der jüngste Höchststand der Bitcoin-Mining-Schwierigkeit (“Bitcoin mining difficulty”) führten zur niedrigsten Bitcoin-Mining-Rentabilität (“mining profitability”) der letzten sieben Jahre.
- Gemessen am Hashprice Indicator von Luxor betrug der jüngste Rückgang der Mining-Rentabilität -20 %.
- Der Gegenwind wird durch steigende Energie- und Betriebskosten verursacht, die Miner zur Schliessung zwingen.
- Kürzlich hat die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit um 7,32 % nach unten korrigiert, der stärkste Rückgang seit dem Exodus der Bitcoin-Miner aus China im Jahr 2021.
- Die Bitcoin-Mining-Unternehmen Core Scientific und Argo Blockchain sind derzeit mit schweren Liquiditätsengpässen konfrontiert, wobei Argo Blockchain versehentlich Pläne für einen Konkurs bekannt gab.
- Der Bitcoin-Miner Compute North musste Konkursschutz beantragen.
Wieso das wichtig ist:
- Bitcoin-Miner, welcher eher als Bitcoin-Validierer bezeichnet werden sollten, sind das Rückgrat der Bitcoin-Netzwerksicherheit und von grundlegender Bedeutung für die Abwehr gross angelegter Angriffe.
- Das derzeitige schwierige makroökonomische Umfeld drängt Bitcoin-Miner langsam aus dem Markt, da nicht nur der Bitcoin-Preis stagniert und der Schwierigkeitsgrad des Minings deutlich ansteigt, sondern auch die Stromkosten weiter steigen.
- Das führt direkt zu einem geringeren Betriebsgewinn, während die Betriebskosten weiter steigen, was die Gewinnspannen der Miner schrumpfen lässt und ihr Betriebsrisiko erhöht.
- Im Gegensatz zum zunehmend apathischen Kryptomarkt, der immer weniger mit Hebeln und Krediten operiert, wird das Geschäft der Bitcoin-Miner immer riskanter.
- Dies bedeutet weiteren Gegenwind für den bereits angeschlagenen Kryptosektor, falls mehr und mehr Miner gezwungen werden, ihren Betrieb einzustellen, wodurch die Sicherheit des Bitcoin Netzwerkes sinkt.
- Jüngste Beispiele wie die finanziellen Schwierigkeiten von Argo Blockchain erinnern uns daran, dass die unerwarteten Gewinne von Bitcoin-Minern in Bullenmärkten schnell in das Gegenteil umschlagen, wenn es zu Bärenmärkten kommt.
- Die Stromkosten von Argo stiegen von kalkulierten 0,02 $/kWh auf 0,06 $/kWh, was bedeutet, dass das Mining eines einzigen Bitcoins insgesamt 12.400$ statt 4.000$ kostet.
- Bitcoin-Miner sollten es nicht versäumen, sich Stromabnahmeverträge (PPAs) zu sichern, die effektiv einen festen Preis festschreiben und wie eine Absicherung funktionieren, insbesondere in Zeiten steigender Stromkosten.
- Das zugrundeliegende Sicherheitsnetzwerk von Bitcoin ist trotz des jüngsten Einbruchs so stark wie eh und je, operiert jedoch die meiste Zeit auf Basis dünner Margen, für gewöhnlich durch Unternehmen, die auf wackligen Beinen stehen.
- Da der Bärenmarkt länger andauert und eine globale Rezession bevorstehen könnte, stehen dem Bitcoin-Mining-Geschäft harte Zeiten bevor.





