1. Inflation steigt, Zinsen steigen, Dollar steigt
Die Fakten:
Am Mittwoch hat die FED nach ihrer zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) ihren Leitzins um 75 Basispunkte angehoben.
Mit der jüngsten Anhebung liegt der Zinssatz nun zwischen 3% und 3,25%.
Nach der am Mittwoch abgegebenen Durchschnittsprognose der Federal Reserve wird die Zentralbank die Zinsen im Jahr 2023 auf bis zu 4,6% anheben, bevor sie aufhört, die Inflationskrise zu bekämpfen.
Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung stieg am Donnerstag um 5.000 auf 213.000, während die Zahl der Anträge auf Weiterbeschäftigung um 22.000 auf 1,379 Mio. sank.
In dieser Woche standen weltweit Zinserhöhungen an: Die norwegische Nationalbank (2,25%), die Bank of England (2,25%) und die schwedische Riksbank (1,75%) signalisierten eine aggressive Straffungspolitik.
Darüber hinaus beendet die Schweizerische Nationalbank die Ära der Negativzinsen, indem sie die Zinsen um 75 Basispunkte auf 0,5% anhebt und weitere Erhöhungen nicht ausschliesst.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts rutscht der Euro auf ein neues 20-Jahres-Tief (0,98$), während das Pfund auf einen seit 1985 nicht mehr erreichten Tiefststand fällt.
Warum das wichtig ist:
Da die Inflation fast so hoch ist wie in den frühen 1980er Jahren, hält die FED an ihrer straffen Geldpolitik fest und setzt ihre Leitzinsen so hoch an wie zuletzt Anfang 2008.
Da die Punktgrafik bis zum Jahresende weitere 1,25% anzeigt, könnte eine weitere Zinserhöhung um 75 Basispunkte bevorstehen, wobei im Jahr 2022 nur noch zwei weitere Sitzungen anstehen.
Angetrieben von der aggressiven Zinserhöhungspolitik der FED, der relativen Stärke der US-Wirtschaft und den Anlegern, die einen sicheren Hafen vor den schwierigen Marktbedingungen suchen.
Da die Immobilienmärkte in China, den USA und der Eurozone erste Anzeichen von Schwäche zeigen, während die Inflation weltweit weiter ansteigt, werden die Ängste vor einer Rezession und sogar einer Depression trotz eines robusten US-Arbeitsmarktes immer grösser.
Die Ankündigung Russlands, in den von russischen Truppen besetzten Provinzen Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja Mobilisierungen und Referenden durchzuführen und die Bewohner aufzufordern, für die Unabhängigkeit zu stimmen und sich dann Russland anzuschliessen, hat die Befürchtungen noch verstärkt.





