Den Weekly Wrap gibt es auch auf Spotify und Apple Podcasts. Es ist eine Zusammenfassung mit Hilfe von KI-Stimmen (auf Englisch verfügbar).
Die Top-Schlagzeilen dieser Woche
«New Hampshire wird erster US-Bundesstaat mit gesetzlich verankerter strategischer Bitcoin-Reserve» – Dienstag, 6. Mai 2025
- Am Dienstag unterzeichnete Gouverneurin Kelly Ayotte das Gesetz HB 302 und schuf damit den ersten rechtlichen Rahmen für die Einrichtung eines Bitcoin- und Digitalvermögens-Reservefonds auf Ebene eines US-Bundesstaats.
- Das Gesetz ermächtigt den Finanzminister von New Hampshire, Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte zu erwerben, deren Marktkapitalisierung über 500 Milliarden US-Dollar liegt – ein Kriterium, das aktuell nur Bitcoin erfüllt. Die Bestände sind auf maximal fünf Prozent der gesamten Staatsmittel begrenzt. Das Gesetz tritt 60 Tage nach der Verabschiedung in Kraft.
«Kein Fed Put, solange sich der Arbeitsmarkt nicht abschwächt?» – Mittwoch, 7. Mai 2025
- Am Mittwochabend gab die US-Notenbank ihren Zinsentscheid bekannt und beliess den Leitzins im Zielkorridor von 4,25 bis 4,50 Prozent.
- Im FOMC-Statement sowie in der anschliessenden Pressekonferenz wies die Federal Reserve darauf hin, dass sowohl das Risiko steigender Arbeitslosigkeit als auch das Risiko höherer Inflation zugenommen habe. Fed-Präsident Jerome Powell erteilte vorerst jeglichen Spekulationen über präventive Zinssenkungen eine klare Absage. Zugleich betonte er, dass die US-Wirtschaft weiterhin in robuster Verfassung sei, räumte jedoch ein, dass die Unsicherheiten hinsichtlich des konjunkturellen Ausblicks weiter gestiegen seien.
- Powell äusserte sich auch zur aktuellen Zollproblematik. Die Zölle seien deutlich umfangreicher als erwartet, und die laufenden Verhandlungen der USA mit zentralen Handelspartnern könnten die wirtschaftlichen Aussichten wesentlich beeinflussen.
- Der Fokus der Fed auf die Entwicklung der Arbeitslosenquote im FOMC-Statement deutet darauf hin, dass ein sogenannter «Fed Put» – also eine Zinssenkung zur Abfederung eines markanten Marktabschwungs – erst dann in Betracht gezogen wird, wenn sich der Arbeitsmarkt merklich verschlechtert.
- Mit anderen Worten: Sollten die Handelszölle zu massiven Entlassungen führen, könnte die Fed gezwungen sein, früher als bislang angenommen die Leitzinsen zu senken.
«Zollverhandlungsstrategie à la Art of the Deal?» – Diese Woche
- Am Mittwoch kündigte US-Finanzminister Scott Bessent an, dass er sich am Wochenende in der Schweiz mit chinesischen Regierungsvertretern zu Handelsgesprächen treffen werde.
- Nur wenig später erklärte Donald Trump, dass die USA keinesfalls bereit seien, von den Zöllen in Höhe von 145 Prozent auf chinesische Importe abzurücken. Er fügte hinzu, dass China sich überlegen solle, wer das Treffen tatsächlich angefragt habe – als Reaktion auf Aussagen chinesischer Offizieller, wonach die Initiative von den USA ausgegangen sei.
- Anschliessend kündigte Präsident Trump für Donnerstag eine Pressekonferenz zu einem bedeutenden Handelsabkommen mit einem «grossen und hoch angesehenen» Land an, das erste von vielen, wie er betonte. Tatsächlich verkündete die US-Regierung ein Handelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich eher um einen Rahmenvertrag, und angesichts der Tatsache, dass das Vereinigte Königreich lediglich rund drei Prozent des US-Aussenhandels ausmacht und nur der elftgrösste Handelspartner ist, sollte die Bedeutung dieses Deals relativiert werden.
- Trotzdem wurde die Nachricht von den Märkten positiv aufgenommen, nicht zuletzt dank Trumps Kommentar: «Jetzt ist der richtige Moment, um Aktien zu kaufen.» Am Vortag hatte seine Administration zudem angekündigt, dass die China-Zölle bereits in der kommenden Woche auf 50 bis 54 Prozent gesenkt werden könnten.
- Trumps Team scheint weiterhin auf eine Taktik maximaler Ablenkung und gezielter Verwirrung zu setzen, mit widersprüchlichen Aussagen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Nun richtet sich der Blick auf das Wochenende: Welche Ergebnisse wird das Treffen zwischen den USA und China bringen?
«GENIUS Act scheitert an entscheidender Abstimmung im US-Senat.» – Donnerstag, 8. Mai 2025
- Am Donnerstag ist der US-Senat bei einer entscheidenden Verfahrensabstimmung über den mit Spannung erwarteten GENIUS Act gescheitert. Das Ergebnis kam überraschend, da mehrere bislang unterstützende Demokraten gegen die Vorlage stimmten. Auch wenn das Gesetz damit nicht endgültig vom Tisch ist, haben sich die Chancen auf eine Verabschiedung deutlich verringert. Der GENIUS Act hätte einen rechtlichen Rahmen für Stablecoins in den USA geschaffen. US-Finanzminister Bessent sprach von einer verpassten Chance und betonte, dass Stablecoins ohne dieses Gesetz künftig unter einzelstaatliche Regelungen fallen – anstelle eines einheitlichen Rahmens, der Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit besser fördern würde.
Ein kurzer Krypto-Überblick: 100’000 US-Dollar – Willkommen zurück!
Gestern Abend gegen 17 Uhr überschritt Bitcoin erneut die magische Marke von 100’000 US-Dollar, nachdem er sich während drei Monaten unterhalb der sechsstelligen Schwelle bewegt hatte. Der Anstieg über die 100’000er-Marke ging mit Short-Liquidationen im Gesamtwert von über 835 Millionen US-Dollar über alle Krypto-Assets hinweg einher, wobei mehr als die Hälfte auf BTC- und ETH-Short-Positionen entfiel.











