Den Weekly Wrap gibt es auch auf Spotify und Apple Podcasts. Es ist eine Zusammenfassung mit Hilfe von KI-Stimmen (auf Englisch verfügbar).
Die Top-Schlagzeilen dieser Woche
«Die Trump-Zölle.» – diese Woche
- Am vergangenen Freitag erklärte Präsident Trump, dass die Gespräche mit der EU über ein mögliches Handelsabkommen ins Stocken geraten seien. Weshalb er einen Zollsatz von 50 Prozent auf sämtliche EU-Importe ankündigte, der ab dem 1. Juni 2025 in Kraft treten soll. Noch am selben Tag kündigte er an, dass Apple künftig 25 Prozent Zoll pro iPhone entrichten müsse, falls die Produktion nicht in den USA stattfindet.
- Am Montag verkündete Trump dann allerdings, dass er der Verschiebung der Einführung des 50 Prozent EU-Zolls vom 1. Juni auf den 9. Juli 2025 zugestimmt habe. An diesem Datum soll auch die weltweite Aussetzung aller weiteren Zölle enden.
- Gleichzeitig kam es zu einer weiteren bedeutenden Entwicklung. Am Donnerstag blockierte ein US-Gericht einen Grossteil der Trump-Zölle mit der Begründung, der Präsident habe mit der Verhängung der Zölle auf nahezu alle Handelspartner seine Befugnisse überschritten. Das Gericht erklärte sämtliche seit Januar erlassenen Zollanordnungen Trumps mit sofortiger Wirkung für ungültig.
- In der Nacht auf Freitag gab das Berufungsgericht der Vereinigten Staaten für den Federal Circuit in Washington allerdings bekannt, dass die Entscheidung des untergeordneten Gerichts vorerst ausgesetzt werde. Damit will das Gericht die Berufung der Regierung prüfen. Bis auf Weiteres gelten die Zölle daher wieder.
«Strategy, Semler Scientific, die Blockchain Group, GameStop und der Fussballclub PSG kaufen Bitcoin in grossem Stil.» – diese Woche
- Das US-Unternehmen Semler Scientific meldete den Kauf von 455 BTC im Gegenwert von 50 Millionen US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 109’801 US-Dollar. Das Unternehmen hält nun insgesamt 4’264 BTC. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 390 Millionen US-Dollar, während der aktuelle geschätzte Marktwert bei rund 450 Millionen US-Dollar liegt.
- Auch Strategy tätigte erneut Zukäufe und erwarb 4’020 BTC für 427,1 Millionen US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 106’237 US-Dollar pro Bitcoin. Im Mai hat Strategy damit nahezu 20’000 BTC erworben. Das entspricht dem gesamten Nettoangebot an neu geschaffenen Bitcoins in diesem Zeitraum und übersteigt es sogar.
- Die Blockchain Group gab den Abschluss einer Wandelanleiheemission im Volumen von 63,3 Millionen Euro über ihre Luxemburger Tochtergesellschaft bekannt. Die Mittel sollen zur Umsetzung der Bitcoin-Treasury-Strategie eingesetzt werden.
- In dieser Woche kündigte Trump Media einen Deal über 2,5 Milliarden US-Dollar an. Das Unternehmen beabsichtigt, den Erlös zur Bildung einer Bitcoin-Reserve zu verwenden.
- GameStop kommunizierte den Erwerb von 4’710 BTC.
- Am Donnerstag erklärte Paris Saint-Germain auf der Bitcoin 2025 Konferenz, dass der Verein bereits im vergangenen Jahr begonnen habe, Bitcoin als Bestandteil seiner Treasury zu halten. PSG gehört zu Qatar Sports Investment, einer staatlich geführten Beteiligungsgesellschaft Katars mit einem verwalteten Vermögen von über 500 Milliarden US-Dollar.
Ein kurzer Krypto-Überblick: Eine ruhige Woche mit grossen Neuigkeiten
Obwohl die Nachrichtenlage rund um Bitcoin sowie die Ankündigungen zahlreicher Unternehmen zur Bildung eigener Bitcoin-Reserven überwiegend positiv ausfiel, spiegelte sich dieses Sentiment in der Kursentwicklung dieser Woche nur bedingt wider. Bitcoin liegt aktuell über 2 Prozent im Minus seit Sonntag, während Ethereum im gleichen Zeitraum über 2 Prozent zulegen konnte. Auffällig ist der Rückgang von Solana, da SOL seit Sonntagmorgen fast 10 Prozent verloren hat. Die gesamte Marktkapitalisierung folgt der Preisentwicklung von Bitcoin weitgehend.
Dabei darf nicht vergessen werden, dass Bitcoin erst in der Vorwoche ein neues Allzeithoch erreicht hat und die Kursentwicklung am Kryptomarkt insgesamt seit Anfang April deutlich positiv war. Eine temporäre Atempause mit einer leichten Korrektur nach unten wäre ein natürlicher und gesunder Verlauf innerhalb dieses Aufwärtstrends.
Bemerkenswert ist, dass weder die Funding-Rates noch die gängigen Marktstimmungsindikatoren derzeit Anzeichen für eine Überhitzung zeigen. Das könnte darauf hindeuten, dass die Kursentwicklung nach einer Phase der Konsolidierung durchaus wieder in den Aufwärtsmodus übergehen könnte.











