Unser Crypto Wealth Management Report 2026 geht von einem Problem aus, das sich seit 2022 zunehmend verschärft hat. Aktien und Staatsanleihen haben sich unter dem Einfluss von Inflations-, Zins- und geopolitischen Schocks immer häufiger in dieselbe Richtung bewegt. Dadurch wurde die negative Korrelation zwischen Aktien und Anleihen geschwächt, die die Anleihenseite des traditionellen 60/40-Portfolios lange rechtfertigte.
Um zu untersuchen, wie sich eine moderate Bitcoin-Allokation in diesem Umfeld auf die absoluten und risikobereinigten Renditen auswirkt, analysiert der Report Modellportfolios mit Bitcoin-Gewichtungen zwischen 0 % und 10 %. In einer Variante wird die Bitcoin-Allokation zulasten des Anleihenanteils finanziert, in der anderen zulasten des Aktienanteils. Die Resultate basieren auf historischen Modellrechnungen und stellen weder Prognosen noch Anlageempfehlungen dar.
Der Report betrachtet die Wahl der Allokationshöhe lediglich als ersten Schritt der Portfolio-Konstruktion. Anschliessend stellt sich die Frage, wie die gewünschte Exponierung umgesetzt und verwaltet wird. Die Methodik enthält dabei eine zentrale Annahme: Jede Neugewichtung erfolgt vierteljährlich am ersten gemeinsamen handelbaren Börsentag, wobei Steuern und Transaktionskosten auf Portfolioebene nicht berücksichtigt werden.
Wie stark die tatsächlich erzielten Ergebnisse von den Modellresultaten abweichen, hängt wesentlich davon ab, wie konsequent das Rebalancing im jeweiligen Portfolio umgesetzt wird. Dabei spielt zunächst die Grösse der Allokation eine Rolle, da sie alle weiteren Entscheidungen beeinflusst. Hinzu kommen die gewählte Rebalancing-Frequenz, die Verwahrung der Vermögenswerte sowie die Art und Weise, wie die Transaktionen ausgeführt werden.





