Den Weekly Wrap gibt es auch auf Spotify und Apple Podcasts. Es ist eine Zusammenfassung mit Hilfe von KI-Stimmen (auf Englisch verfügbar).
Die Top-Schlagzeilen dieser Woche
«US-Regierungsstillstand endet nach rekordverdächtigen 43 Tagen.» – Mittwoch, 12. November 2025
- Am Mittwochabend unterzeichnete US-Präsident Trump ein Gesetz zur Beendigung des längsten Government Shutdowns in der US-Geschichte. Die nächste Finanzierungsfrist wurde auf Januar verschoben. Das Repräsentantenhaus verabschiedete das Gesetz zuvor am selben Tag, nahezu alle Republikaner und weniger als zehn Demokraten stimmten dafür.
- Das neue Finanzierungsgesetz gewährt Bundesangestellten rückwirkende Lohnzahlungen und sichert den Regierungsbetrieb bis zum 30. Januar 2026.
- Rückblickend auf den 43-tägigen Stillstand schätzte Kevin Hassett, Direktor des National Economic Council unter Trump, die Kosten auf rund 15 Milliarden US-Dollar pro Woche. Zudem sollen infolge der wirtschaftlichen Folgen etwa 60’000 nichtstaatliche Arbeitsplätze verloren gegangen sein.
«Wahrscheinlichkeit für Zinssenkung im Dezember fällt auf 53 Prozent auf Polymarket – Wichtige Wirtschaftsdaten bleiben aus.» – Mittwoch, 12. November 2025
- Auf Polymarket sank die Wahrscheinlichkeit für eine 25-Basispunkte-Zinssenkung im Dezember diese Woche von 72 auf 53 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass zentrale US-Konjunkturdaten wie Inflationszahlen und wichtige Beschäftigungsstatistiken für Oktober nicht veröffentlicht werden. Der Regierungsstillstand hat die Meinungsunterschiede innerhalb der Fed zusätzlich verschärft. Die Wahrscheinlichkeit für eine «keine Änderung»-Entscheidung stieg im Wochenverlauf von 26 auf 46 Prozent.
- Laut CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte aktuell bei 52 Prozent, während die Chance für eine Zinspause bei 47,9 Prozent liegt. Damit haben sich die Erwartungen auf beiden Plattformen stärker angeglichen – zu Wochenbeginn lag die Zinssenkungswahrscheinlichkeit auf Polymarket noch deutlich höher.
Ein kurzer Krypto-Überblick: BTC unter 100’000 US-Dollar
Gestern schloss Bitcoin den Tag erstmals seit Mai unter der Marke von 100’000 US-Dollar ab. Aktuell notiert BTC bei rund 97’000 US-Dollar, dem tiefsten Stand seit sechs Monaten. Ethereum hält sich unterdessen knapp über der Marke von 3’200 US-Dollar, dem tiefsten Tagesabschluss seit Juli. Ein neues Tief wurde allerdings noch nicht erreicht, da der Kurs weiterhin über dem Tief vom 9. November liegt.
Die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptosektors liegt derzeit 25 Prozent unter dem Höchststand von Anfang Oktober. Damit handelt es sich um die drittgrösste Korrektur seit Anfang 2024. Die beiden vorherigen Rückgänge, im Frühjahr 2024 sowie zu Beginn des Jahres 2025, führten jeweils zu einem Einbruch von rund 40 Prozent. Sollte sich die aktuelle Korrektur in ähnlichem Ausmass fortsetzen, würde der Gesamtmarkt seinen Tiefpunkt bei einer Marktkapitalisierung von etwa 2,5 Billionen US-Dollar erreichen. Das würde bedeuten, dass sich der Markt derzeit erst etwa auf halber Strecke befindet und ein weiterer Rückgang um 20 Prozent bevorstehen könnte.
Anleger richten ihren Blick derzeit verstärkt auf den Bitcoin-Chart. Ein nachhaltiger Rückgewinn der Marke von 100’000 US-Dollar würde als bullisches Signal für einen möglichen Aufwärtsschub gewertet. Umgekehrt dürfte ein Verharren unterhalb dieser psychologisch wichtigen Marke als bärisch interpretiert werden, mit entsprechendem Abwärtspotenzial.
Die meisten Kryptowährungen verzeichnen derzeit zweistellige Prozentverluste. Zu den stärksten Verlierern zählen DASH (minus 44 Prozent) und Internet Computer (ICP) mit einem Minus von 30 Prozent. Uniswap (UNI) hingegen führt die Gewinnerliste mit einem Wochenplus von 36 Prozent an – beflügelt durch die Ankündigung des sogenannten «Fee Switch» in dieser Woche.
Chart der Woche: BTC vs. Gold – Neues Jahrestief
Das Verhältnis zwischen Bitcoin und Gold wird häufig diskutiert, und es gibt stichhaltige Argumente dafür, dass Bitcoin dem Aufwärtspfad von Gold mit gewisser Verzögerung folgt – insbesondere während Konsolidierungsphasen, die auf starke Anstiege des Goldpreises folgen. Während sich Gold aktuell in einer Konsolidierungsphase befindet und im Bereich zwischen 4’100 und 4’200 US-Dollar pro Unze pendelt, hat Bitcoin in dieser Woche ein neues Jahrestief gegenüber Gold erreicht, wie der untenstehende Chart zeigt.
Derzeit deutet vieles darauf hin, dass Bitcoin auf das Augusttief 2024 gegenüber Gold (20) zusteuert, was eine weitere Korrektur von rund 10 Prozent bedeuten würde.








