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Der Weekly Wrap: Abstimmung über den Clarity Act verschoben, neues EIP sorgt für Diskussionen & Verhältnis des DEX zum CEX Spotvolumens steigt

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Luca Gnos
7 Aug. 20267 Min

Die Top-Schlagzeilen dieser Woche

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Die Top-Schlagzeilen dieser Woche

«Der Senat verschiebt die Abstimmung über den Clarity Act auf die Zeit nach der Sommerpause im August.» – Donnerstag, 6. August 2026 

  • Der Mehrheitsführer im Senat, Thune, bestätigte, dass der Senat die Abstimmung über den Clarity Act verschiebt, bis die Abgeordneten aus ihrer Sommerpause im August zurückkehren. Er erwähnte, dass die Demokraten darauf bestünden, dass keine Abstimmung über den Clarity Act stattfinde, dass man diese jedoch gleich nach der Rückkehr im September als Erstes auf die Tagesordnung setzen werde.
  • Durch die Verzögerung erhalten die Abgeordneten mehrere zusätzliche Wochen Zeit, um die für das Vorankommen der Gesetzesvorlage notwendigen 60 Stimmen zu sichern. Verschiedene beteiligte Personen erklärten gegenüber Medien, dass die Verzögerung zwar enttäuschend sei, sich an der Richtung jedoch nichts geändert habe und man weiterhin davon ausgehe, dass die Vorlage letztlich verabschiedet werde.

«Warsh erwägt, die Frequenz der geldpolitischen Sitzungen der Fed zu reduzieren.» – Letzte Woche 

  • Kevin Warsh erwägt, die Anzahl der regulär angesetzten Sitzungen zu reduzieren, an denen die Federal Reserve über die Zinsen entscheidet. Bislang tagt das FOMC achtmal jährlich und stimmt über den Zinsentscheid ab, doch an der Sitzung im Juli brachte der Fed-Vorsitzende die Idee auf, die Frequenz der FOMC-Sitzungen zu ändern.
  • Der Entscheid würde zweifellos eine jahrhundertealte Tradition brechen und die Art und Weise, wie die Fed die Wirtschaft steuert, neu gestalten, wodurch sie möglicherweise weniger flexibel auf Veränderungen bei der Inflation und am Arbeitsmarkt reagieren könnte.
  • Es würde sich jedoch in ein grösseres Muster einfügen, das sich früh in der Amtszeit von Warsh als Vorsitzendem herausgebildet hat. Er hat die geldpolitischen Erklärungen, die die Fed nach jeder Sitzung veröffentlicht, deutlich verkürzt und wesentlich weniger Details dazu geliefert, wie er die Wirtschaft und die angemessene Richtung der Zinsen einschätzt.

«Die USA und Japan führten am vergangenen Freitag gemeinsam eine Yen-Intervention durch.» – Montag, 3. August 2026 

  • Am vergangenen Freitag intervenierten die USA und Japan zum ersten Mal seit 2011 gemeinsam am Yen-Markt, um zu verhindern, dass ein Ausverkauf beim Yen und bei japanischen Staatsanleihen globale Ansteckungseffekte auslöst, etwa zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die ohnehin bereits steigenden Renditen von US-Staatsanleihen.
  • Das US-Finanzministerium verkaufte Euro, um Yen zu kaufen, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten. Die Höhe der eingesetzten Mittel war zwar nicht bekannt, doch Japan gab während der Intervention am Freitag bis zu 36.6 Milliarden US-Dollar für den Kauf von Yen aus.

Ein kurzer Krypto-Überblick

Keine Abstimmung über den Clarity Act, doch Krypto zeigte sich diese Woche stabil 

Bitcoin und Ethereum liegen seit Montagmorgen beide rund 3 Prozent im Plus, und auch der Kryptomarkt notiert seit Montag leicht positiv. Zu den Titeln, die sich in dieser Woche überdurchschnittlich entwickelten, zählt PUMP, das in den vergangenen Wochen von steigenden Umsatzzahlen profitierte, ebenso wie ENA, UNI und ADA. ADA liegt seit Ende Juli sogar über 30 Prozent im Plus, begünstigt durch den van-Rossem-Hard-Fork, der im Juli live ging, sowie den geplanten Übergang in die Dijkstra-Ära, mit der die Skalierbarkeit erhöht werden soll. 

Auch PEPE, ETH, LINK und ZEC legten in dieser Woche zu, während CC und HYPE zu den Projekten zählen, die etwas an Boden verloren haben. 

An den traditionellen Märkten markierte der S&P 500 am Dienstag ein neues Allzeithoch, ausgelöst durch die Nachricht über ein erneutes Abkommen zwischen den USA und dem Iran, das zudem einen Ausverkauf bei den Ölpreisen auslöste. Die Futures auf Light Crude Oil rutschten am Dienstag erneut unter 80 US-Dollar und werden aktuell bei 78 US-Dollar gehandelt. 

Auch die Gold- und Silberpreise verzeichneten in dieser Woche deutliche Kursbewegungen, wobei Gold seit Montag um 6 Prozent und Silber um fast 10 Prozent zulegten. Der DXY, der US-Dollar-Index, blieb hingegen in dieser Woche stabil und bewegte sich erneut unterhalb der Marke von 100. 

Der STRC von Strategy wird derzeit bei 94 US-Dollar gehandelt, weiterhin unter pari, aber seit Montag 5 Prozent im Plus, nachdem bekannt wurde, dass Strategy in der vergangenen Woche weitere BTC verkauft hat.

Chart der Woche

Für BTC sind 70’000 und 60’000 US-Dollar relevante Niveaus & ETH nimmt die Schwelle von 2’500 US-Dollar ins Visier 

Die Optionspositionierung bei BTC konzentriert sich weiterhin auf die Spanne zwischen 60’000 und 70’000 US-Dollar. Der Strike bei 70’000 US-Dollar hat sich zum dominierenden Kursziel auf der Oberseite entwickelt, während das Call-Interesse zwischen 75’000 und 90’000 US-Dollar auf Erwartungen einer nur moderaten Wertsteigerung hindeutet. Gleichzeitig festigt die konzentrierte Put-Positionierung im Bereich von 55’000 bis 60’000 US-Dollar diese Zone als zentrale strukturelle Unterstützung. 

Die Optionspositionierung bei ETH konzentriert sich weiterhin auf den Strike bei 2’500 US-Dollar und festigt diesen als primäres Kursziel des Marktes auf der Oberseite. Das Call-Interesse konzentriert sich zwischen 2’000 und 2’700 US-Dollar, was Erwartungen einer massvollen Wertsteigerung statt eines starken Ausbruchs widerspiegelt. Die Put-Positionierung bleibt derweil breit über die Spanne von 1’000 bis 2’000 US-Dollar gestreut.

Chart: Bitcoin Suisse Market Barometer August 2026

Was passiert Onchain?

Neuer EIP-Entwurf, Verhältnis des DEX zum CEX Spotvolumens steigt & Prognosemärkte mit Rekordvolumen im Juli 

Eine Gruppe von Ethereum-Entwicklern hat einen neuen EIP-Entwurf vorgeschlagen, um die Emissionspolitik von Ethereum zu verbessern, mit dem Ziel, den Anreiz für ein weiteres Wachstum des Stakings zu beseitigen, sobald mehr als 50 Prozent des ETH-Angebots gestakt sind. Die Entwickler hinter dem EIP argumentieren, dass die steigende Staking-Quote ein Problem darstellt, da die Menge des gestakten ETH mit 34 Prozent des Angebots ein neues Allzeithoch erreicht hat. Aktuell würde die Staking-Rendite selbst dann nie unter rund 1.5 Prozent fallen, wenn sämtliches ETH gestakt würde. 

Sie argumentieren, dass die Menge des gestakten ETH bis 2028 auf 70 Millionen ansteigen wird, sofern sich nichts ändert, was mehr als 55 Prozent entspräche. Sie weisen darauf hin, dass die stetig wachsende Menge an gestaktem ETH verschiedene Implikationen für das Protokoll und die ETH-Halter mit sich bringt, da sie beispielsweise zu einer Konzentration des Staking-Angebots führen könnte, wenn Solo-Staker aufgrund von Steuern auf die nominale Rendite sowie durch Verwässerung aus dem Markt gedrängt werden. 

Darüber hinaus argumentieren sie, dass die wachsende Emission eine Verwässerungssteuer für die ETH-Halter darstellt, da diese im Grunde vor der Wahl stehen, entweder zu staken oder verwässert zu werden. Sie äussern zudem die Sorge, dass LSTs und andere Staking-Derivate bei hohen Quoten das reine ETH als aktives Zahlungsmittel des Ökosystems verdrängen. 

Sie stellen ihre Lösung vor, den «Tapered Issuance Burn», der die Emission der Validatoren mit steigender Staking-Quote schrittweise verbrennen würde. Der Plan würde die Emission neuer ETH vollständig ausgleichen, sobald das Staking 50 Prozent des ETH-Angebots erreicht. 

Das neue EIP hat in der ETH-Community eine Diskussion ausgelöst. So erklärte etwa Stani Kulechov, Gründer von Aave, dass der Vorschlag der institutionellen Adaption von Ethereum sowie den Anwendungsfällen im DeFi-Bereich schaden würde.  

In der Hyperliquid-Welt gab es eine Diskussion rund um TradeXYZ und dessen Ausrichtung auf den HYPE-Token von Hyperliquid, nachdem auf X Gerüchte über eine Finanzierungsrunde kursierten. In dieser Woche kaufte TradeXYZ HYPE mit 12 Prozent seiner erzielten Einnahmen zurück und gab damit eine klare Antwort auf die jüngsten Diskussionen. Das Team hat sich bislang nicht offiziell zum Thema geäussert, doch die meisten Community-Mitglieder werten den HYPE-TWAP dieser Woche als Taten, die mehr sagen als Worte. 

Die Diskussion fällt in eine Zeit, in der das monatliche Handelsvolumen von Hyperliquid im Juli 218 Milliarden US-Dollar erreichte und damit andere führende DEXs wie Aster, Lighter und Variational zusammengenommen übertraf. Das gesamte Volumen der acht grössten Perp-DEXs ging gegenüber dem Vormonat um 85 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 17 Prozent zurück. Während das Gesamtvolumen im Juli gegenüber Juni sank, stieg das Verhältnis des Spot-Handelsvolumens von DEX zu CEX im Juli deutlich an und erreichte in den ersten Augusttagen 38 Prozent, nach 18 Prozent im Juni. Das Verhältnis des Futures-Handelsvolumens von DEX zu CEX ist mit rund 11 Prozent hingegen eher stagnierend, gegenüber fast 22 Prozent im November, liegt aber weiterhin deutlich über dem Wert von Anfang 2025, als es unter 5 Prozent lag. 

In weiteren Nachrichten erreichten Polymarket und Kalshi im Juli ein neues monatliches Rekordvolumen von über 50 Milliarden US-Dollar, da das Volumen von Polymarket US im Zuge der Fussball-Weltmeisterschaft um mehr als 50 Prozent auf 5 Milliarden US-Dollar stieg, was wahrscheinlich zu vermehrten Sportwetten auf den Plattformen führte. Sowohl im Juni als auch im Juli nahm das Handelsvolumen deutlich zu und stieg von 25 Milliarden US-Dollar im April, März und Mai auf 50 Milliarden US-Dollar im Juni und Juli. Kalshi macht weiterhin den Grossteil des Volumens aus, doch Polymarket US wächst stetig, von 700 Millionen US-Dollar Volumen im März auf die erwähnten 5 Milliarden US-Dollar im Juli.

Kapitalflüsse bei digitalen Anlageprodukten

Woche mit Nettozuflüssen, Strategy verkaufte BTC & steht eine weitere Polymarket-Finanzierungsrunde bevor? 

Während die Bitcoin-Spot-ETFs die vergangene Woche mit Nettoabflüssen von über 250 Millionen US-Dollar beendeten, gelang den Produkten in dieser Woche die Trendwende, und sie zogen bislang Nettozuflüsse von über 750 Millionen US-Dollar an. Auch die Ether-Spot-ETFs sind auf dem Weg zu einer Woche mit Nettozuflüssen und verzeichnen bislang rund 200 Millionen US-Dollar an Nettozuflüssen. Bereinigt um die Marktkapitalisierung zieht Ethereum im Verhältnis zu seiner Grösse derzeit mehr Mittel an als Bitcoin. Auch die Hyperliquid-Produkte blicken nach mehr als zwei Wochen mit Abflüssen auf zwei aufeinanderfolgende Tage mit Nettozuflüssen zurück. Ist dies die Trendwende? 

Strategy gab bekannt, in der vergangenen Woche 1’638 BTC verkauft zu haben, um Vorzugsdividenden sowie STRC-Rückkäufe zu finanzieren. Das Unternehmen nahm zudem 290.6 Millionen US-Dollar über den Verkauf von MSTR-Aktien ein, kaufte STRC im Umfang von 81.2 Millionen US-Dollar zurück und erhöhte seine US-Dollar-Reserve auf 4 Milliarden US-Dollar. Und was soll man sagen? Ja, BitMine erwarb in der vergangenen Woche 10’399 ETH. BitMine kaufte im Wochenverlauf zudem 4.5 Millionen Aktien zurück, während sich die gesamten Krypto-Bestände, liquiden Mittel, marktgängigen Wertpapiere und übrigen Anlagen des Unternehmens auf 11.3 Milliarden US-Dollar beliefen. 

MARA, das grösste börsennotierte Bitcoin-Mining-Unternehmen, meldete in seinem Quartalsbericht für das zweite Quartal einen Rückgang seiner BTC-Bestände um fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen hält nun rund 35’500 Bitcoin. 

Nicht zuletzt befindet sich Polymarket offenbar in vorläufigen Gesprächen mit potenziellen Investoren, um rund 1 Milliarde US-Dollar bei einer Bewertung von über 20 Milliarden US-Dollar aufzunehmen. Käme die Transaktion zustande, würde sich die Bewertung von 9 Milliarden US-Dollar aus dem Oktober 2025 mehr als verdoppeln.

Marktstimmung

Krypto in Angst, Aktienmarkt in Gier & ausgewogene Einschätzung der AAII-Mitglieder 

Die Marktstimmung im Kryptobereich hat sich leicht verbessert, verharrt mit einem Wert von 29 jedoch weiterhin im Bereich der Angst, während der US-Aktienmarkt auf Rekordniveau notiert und die Stimmung mit einem Wert von 60 bereits in den Bereich der Gier zurückgekehrt ist. Auch die AAII-Mitglieder zeigen sich etwas optimistischer, wobei 38 Prozent für die kommenden sechs Monate weiterhin bearish eingestellt sind. Der Anteil bullisher Mitglieder stieg gegenüber der Vorwoche von 31 Prozent auf 37 Prozent.

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Ein Ausblick

Keine Abstimmung über den Clarity Act, keine Fed-Sitzung, Geopolitik, US-Inflation, Entwicklungen beim Yen & Jackson Hole 

Der Kryptomarkt reagierte kaum auf die Nachricht, dass die Abstimmung über den CLARITY Act nicht vor der Sommerpause des US-Senats im August stattfinden wird. Fairerweise wäre es allerdings eine positive Überraschung gewesen, wenn sie stattgefunden hätte, und hätte den Märkten einen Katalysator für höhere Kurse liefern können. Nun gibt es für die kommenden Wochen nicht wirklich viel, worauf man sich freuen könnte. Die Sommerpause dauert noch an, doch viele Trader und Investoren werden in den kommenden Wochen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. 

Während die Fed im August nicht tagt und die nächste FOMC-Sitzung Mitte September stattfindet, dürfte der Fokus der Märkte weiterhin auf den Entwicklungen im Nahen Osten liegen, da die geopolitischen Spannungen die Märkte weiterhin täglich beeinflussen. Am Mittwoch veröffentlichen die USA ihre Inflationsdaten. Dies wird eine zentrale Datenveröffentlichung für die kommenden Wochen und Monate sein, weshalb wir sie in der nächsten Woche im Auge behalten sollten. 

Zudem könnte es sinnvoll sein, Japan, den Yen und die Möglichkeit einer erneuten Auflösung des Carry-Trades im Blick zu behalten. Nicht zuletzt findet Ende August das Jackson-Hole-Symposium statt, an dem Kevin Warsh voraussichtlich sprechen wird. Dies ist ein weiteres wichtiges Ereignis, das man sich im Kalender vormerken sollte. 

Nachfolgend finden Sie einige der wichtigsten Datenveröffentlichungen und Ereignisse, auf die Sie nächste Woche achten sollten. 

Dienstag, 11. August 2026 

USA – Verkäufe bestehender Eigenheime (Existing Home Sales) 

Mittwoch, 12. August 2026 

USA – Verbraucherpreisindex (CPI), Kerninflation (Core CPI) 

Donnerstag, 13. August 2026 

Grossbritannien – Bruttoinlandprodukt (BIP) 

Schweiz – Produzentenpreisindex (PPI) 

USA – Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (Initial Jobless Claims) 

USA – Produzentenpreisindex (PPI), Kern-PPI (Core PPI) 

Freitag, 14. August 2026 

Eurozone – Bruttoinlandprodukt (BIP) 

USA – Detailhandelsumsätze, Kern-Detailhandelsumsätze (Retail Sales, Core Retail Sales)

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