Die Top Schlagzeilen dieser Woche
Die Top Schlagzeilen dieser Woche
«Clarity Act scheitert bei Verfahrensabstimmung im Senat.» - Dienstag, 15. September 2026
- Am Dienstag stimmte der Senat mit 49 zu 50 Stimmen gegen den Clarity Act, der die Branche der digitalen Vermögenswerte erstmals auf Bundesebene umfassend reguliert hätte.
- Führende demokratische Verhandlungsvertreter erklärten, dass sie den Gesetzentwurf vor allem aufgrund ethischer Bedenken abgelehnt hätten. Republikaner, Demokraten und das Weisse Haus hatten in den vergangenen Monaten wiederholt über die Formulierung von Ethikbestimmungen verhandelt. Per Dienstag blieben jedoch zentrale Fragen offen, insbesondere ob Bundesstaaten öffentliche Amtsträger belangen dürfen und ob die Bestimmung auch Familienmitglieder erfassen soll.
- Für viele Branchenvertreter und Politiker ist die Abstimmung über den Clarity Act in dieser Woche enttäuschend. Dennoch bedeutet sie nicht das Ende der regulatorischen Entwicklung. Zahlreiche Akteure verwiesen darauf, dass Regulierungsbehörden wie die Securities and Exchange Commission und die Commodity Futures Trading Commission bestehende regulatorische Lücken schliessen können.
- Am Mittwoch, einen Tag nach der Abstimmung, erklärten sowohl SEC Vorsitzender Paul Atkins als auch CFTC Vorsitzender Mike Selig, dass beide Behörden entschlossen seien, ihre Regeln für die neue Finanzwelt umzusetzen.
«Die SEC veröffentlicht ihre Innovationsausnahme, um die Kapitalmärkte in den USA onchain zu bringen.» - Donnerstag, 17. September 2026
- Die SEC veröffentlichte ihre lang erwartete Innovationsausnahme. Laut Vorsitzendem Paul Atkins wird diese die US Kapitalmärkte in ein neues digitales Zeitalter führen, indem sie den Onchain Handel mit tokenisierten Aktien ermöglicht.
- Die auf fünf Jahre befristete Ausnahme war laut einem Sprecher der SEC seit über einem Jahr in Vorbereitung und wurde durch das Interesse der Marktteilnehmer angestossen.
- Die Behörde erklärte, dass die Securities and Exchange Commission im Rahmen ihrer gesetzlichen Befugnisse einen bedeutenden Schritt nach vorne mache, da der Kongress den Clarity Act nicht voranbringen konnte.
- Die Ausnahme soll bestimmte Handelsplätze, sogenannte Handelsplätze für tokenisierte Wertpapiere, von der Einstufung als Börse ausnehmen. Zudem sollen spezifische Liquiditätsanbieter nicht als Händler im Sinne des Wertpapierrechts gelten, wenn sie Aktien handeln oder über automatisierte Market Maker Liquidität bereitstellen.
«Die Federal Reserve erhöht die Zinsen erstmals seit drei Jahren.» - Mittwoch, 16. September 2026
- Die US-Leitzinsen wurden erstmals seit mehr als drei Jahren erhöht und könnten im Bestreben, die Inflation zu verlangsamen, weiter angehoben werden.
- Der US-Verbraucherpreisindex stieg im August gegenüber dem Vormonat um 0.4 Prozent. Dies war der stärkste Anstieg seit drei Monaten. Die jährliche Inflationsrate verharrte bei 3.4 Prozent. Beide Werte lagen im Rahmen der Erwartungen. Die Benzinpreise stiegen um 3.9 Prozent und waren für mehr als einen Drittel des monatlichen Anstiegs verantwortlich. Der Kern-Verbraucherpreisindex erhöhte sich gegenüber dem Vormonat ebenfalls um 0.3 Prozent und entsprach damit den Prognosen. Die jährliche Kernrate sank von 2.5 auf 2.4 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit März 2021.
- Das FOMC beschloss einstimmig mit 12 zu 0 Stimmen, das Zielband für den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3.75 bis 4.00 Prozent anzuheben. Gleichzeitig wird die Politik zur Aufrechterhaltung reichlicher Reserven im Bankensystem fortgesetzt.
- Die Fed erklärte, dass die US-Wirtschaft weiterhin solide wachse, die Binnenausgaben widerstandsfähig blieben sowie Produktivitätswachstum und Kapitalinvestitionen stark seien. Auch der Arbeitsmarkt zeige sich insgesamt stabil. Die Unsicherheit bleibe jedoch erhöht, unter anderem aufgrund geopolitischer Entwicklungen. Die Inflation liege weiterhin über dem Zielwert. Der Ausschuss erklärte, die Zinserhöhung solle eine zeitnahe Rückkehr zum Inflationsziel von 2 Prozent unterstützen.






