Der Weekly Wrap: Extreme Angst auf Niveaus wie zuletzt 2022, Milliarden an Liquidationen und weitere Entwicklungen

Den Weekly Wrap gibt es auch auf Spotify und Apple Podcasts. Es ist eine Zusammenfassung mit Hilfe von KI-Stimmen (auf Englisch verfügbar).
Die Top-Schlagzeilen dieser Woche
«Trump ernennt Kevin Warsh zum Nachfolger von Powell.» Freitag, 30. Januar 2026
- Am vergangenen Freitagnachmittag gab US-Präsident Donald Trump bekannt, dass er Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden des Federal Reserve Board nominieren wird.
- Während seiner früheren fünfjährigen Amtszeit als Mitglied des Fed-Gouverneursrats galt Warsh als klarer Inflationsfalke und als Kritiker der umfangreichen Anleihebestände der US-Notenbank, die zur Senkung von Hypothekenzinsen und anderen langfristigen Zinssätzen als dauerhaftes geldpolitisches Instrument eingesetzt wurden.
- In den vergangenen Monaten sprach sich Warsh jedoch für tiefere Zinsen aus. Er argumentierte, dass ein durch künstliche Intelligenz getriebener Wachstumsschub beim Bruttoinlandprodukt eine Phase schnellen Wachstums ohne problematischen Inflationsdruck ermögliche, und unterstützte öffentlich Trumps Forderung nach deutlichen Zinssenkungen durch die Federal Reserve.
«Technischer, teilweiser Shutdown der US Regierung aufgrund der Parlamentspause im Repräsentantenhaus.» Samstag, 31. Januar 2026
- Die US-Regierung trat am Samstagabend in einen technischen, teilweisen Shutdown ein, nachdem ein Finanzierungsgesetz nicht rechtzeitig verabschiedet worden war. Zwar genehmigte der Senat ein Ausgabenpaket in Höhe von 1.2 Billionen US-Dollar, das Repräsentantenhaus befand sich jedoch in der Sitzungspause und stimmte erst zu Beginn dieser Woche darüber ab. Am Dienstag wurde das Paket verabschiedet, womit der Shutdown nach lediglich zwei Tagen beendet wurde.
- Trump und die Demokraten haben nun zwei Wochen Zeit, um eine Einigung über Massnahmen zur Begrenzung der Bundeskompetenzen im Bereich der Strafverfolgung, insbesondere bei der Einwanderungsbehörde Immigration and Customs Enforcement, zu erzielen. Andernfalls droht ein erneuter Shutdown dieser Behörde, zu der unter anderem auch Institutionen wie die TSA und FEMA gehören.
Ein kurzer Krypto-Überblick: Die schwächste BTC Tageskerze seit FTX
Der Kryptomarkt setzte seine Abwärtsbewegung am vergangenen Wochenende fort. Bitcoin verlor am Samstagabend bei niedrigen Handelsvolumen mehr als 5 Prozent, nachdem der Markt bereits in der Vorwoche unter Druck gestanden hatte. Der Rückgang am Samstag sorgte für erhebliche Verunsicherung. Zwar folgte zu Wochenbeginn zunächst eine Phase seitwärts gerichteter Kursbewegungen, doch viele Marktteilnehmende befürchteten bereits eine weitere Eskalation nach unten.
Wie im Wrap der vergangenen Woche erwähnt, stellte ein nachhaltiger Bruch der Marke von 80'000 US-Dollar das Signal für eine erneute Beschleunigung der Abwärtsbewegung dar. Diese setzte sich gestern Donnerstag fort, als Bitcoin den Handelstag mit einem Verlust von 14 Prozent schloss. Damit verzeichnete Bitcoin den höchsten Tagesverlust seit dem Zusammenbruch von FTX im November 2022.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes liegt Bitcoin auf Wochensicht rund 15 Prozent im Minus. Ethereum verzeichnet seit Sonntag einen Rückgang von rund 16 Prozent, während Solana auf Wochenbasis rund 21 Prozent verloren hat. Im Folgenden beleuchten wir einige der möglichen Auslöser dieser jüngsten Korrektur.
Die vergangenen Wochen waren geprägt von einer Vielzahl neuer Entwicklungen, sei es im geopolitischen, makroökonomischen oder krypto spezifischen Umfeld. In den letzten Monaten kam es zu erheblichem Verkaufsdruck seitens langfristiger Bitcoin-Halter. Gleichzeitig versiegten die Zuflüsse in ETFs und Digital-Asset-Treasuries, während der Markt weiterhin unter den Nachwirkungen des Crashs vom 10. Oktober leidet. Nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten jüngsten Schlagzeilen.
Trump ernennt Kevin Warsh zum Nachfolger von Powell
Auch wenn wir davon ausgehen, dass Warsh im Vergleich zum Marktkonsens für niedrigere Leitzinsen eintreten dürfte, steht er einer Ausweitung der Fed-Bilanz und quantitativen Lockerungsmassnahmen klar kritisch gegenüber. Diese Instrumente spielen jedoch eine zentrale Rolle für die Entstehung von Aufwärtsdynamik an den Märkten. Insgesamt beurteilen wir die Nominierung des neuen Fed Vorsitzenden dennoch als konstruktiv für digitale Vermögenswerte.
Marktstruktur-Gesetzgebung verzögert sich weiter aufgrund von Spannungen zwischen Kryptoindustrie und Bankenlobby
In den vergangenen zwei Wochen wurde zunehmend deutlich, dass eine Entscheidung über den CLARITY-Act voraussichtlich um mehrere Wochen verschoben wird. Zentrale Gesetzgeber haben ihren Fokus vorübergehend auf mögliche wohnungspolitische Massnahmen gelegt, welche Präsident Donald Trumps Initiative zur Senkung der Lebenshaltungskosten unterstützen sollen. Am 14. Januar gab der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, bekannt, dass das Unternehmen seine Unterstützung für den Gesetzentwurf in der aktuellen Form zurückzieht. Als Begründung nannte er unter anderem geplante Änderungen, die faktisch tokenisierte Aktien verbieten oder Anreizmechanismen bei Stablecoins untergraben würden. Sollten die blockierten Verhandlungen jedoch zu einer Einigung führen und regulatorische Klarheit gesetzlich verankert werden, könnte dies einen bedeutenden Katalysator für digitale Vermögenswerte darstellen.
Bitcoin-Hashrate unter Druck durch beschleunigten Miner-Abzug
Die gesamte Netzwerk-Hashrate von Bitcoin ist in den vergangenen Monaten deutlich gesunken und verzeichnet damit den stärksten Rückgang seit 2021. Auslöser waren unter anderem schwere Winterstürme in den USA, die zahlreiche grosse Mining-Betriebe zur Einstellung ihres Betriebs zwangen. Insgesamt ist die Hashrate rund 25 Prozent von ihrem Hoch gefallen. Die Wetterereignisse verstärkten einen bereits bestehenden Trend, da Mining-Unternehmen zunehmend Infrastruktur für KI-Rechenzentren umwidmen, wo Margen höher und Erträge stabiler sind als im Bitcoin-Mining. Der jüngste Preisrückgang bei Bitcoin belastet zusätzlich die Profitabilität der Miner, von denen viele aktuell unter erheblichem wirtschaftlichem Druck stehen.
Mittelabflüsse aus digitalen Anlageprodukten
Die vergangenen zwei Wochen waren von deutlichen Mittelabflüssen aus digitalen Anlageprodukten geprägt. Die Zuflüsse seit Jahresbeginn drehten damit auf einen Nettoabfluss von rund 1 Milliarde US-Dollar, während das verwaltete Vermögen seit den Hochs im Oktober 2025 um mehr als 70 Milliarden US-Dollar zurückging. Die negative Stimmung erfasste sämtliche grossen Kryptoassets. Bitcoin verzeichnete Abflüsse von 1.32 Milliarden US-Dollar, Ethereum von 308 Millionen US-Dollar. Auch zuletzt bevorzugte Assets wie XRP und Solana blieben nicht verschont und verzeichneten Abflüsse von 43.7 Millionen US-Dollar beziehungsweise 31.7 Millionen US-Dollar.
Krypto-Liquidationen
Am vergangenen Wochenende wurden Positionen im Umfang von über 2.5 Milliarden US-Dollar liquidiert, überwiegend auf der Long-Seite. Auch wenn dieses Volumen hoch ist und das drittgrösste Liquidationsereignis seit Beginn des Jahres 2025 darstellt, bleibt es deutlich unter dem Extremwert vom 10. Oktober 2025, als sich die Liquidationen auf nahezu 20 Milliarden US-Dollar beliefen. Dennoch zählt das Ereignis vom Samstag zu den zehn grössten Krypto Liquidationen aller Zeiten. In den letzten 24 Stunden kamen weitere Liquidationen in Höhe von rund 2.6 Milliarden US-Dollar hinzu, erneut hauptsächlich auf der Long-Seite. Davon entfielen etwa 2.1 Milliarden auf Long Positionen und rund 475 Millionen US-Dollar auf Short Positionen.
Chart der Woche: Hyperliquid
Eines der Projekte, das in den vergangenen zwei Wochen besonders hervorstach, ist Hyperliquid. Der native Token HYPE legte seit dem 21. Januar 2026 um mehr als 60 Prozent zu. Auch operativ sorgte das Hyperliquid Team zuletzt für Aufmerksamkeit. So erreichten die sogenannten HIP-3-Märkte in dieser Woche neue Allzeithochs mit rund 1 Milliarde US-Dollar Open-Interest und knapp 5 Milliarden US-Dollar Handelsvolumen innerhalb von 24 Stunden. Damit wurde das vorherige Rekordniveau von 800 Millionen US-Dollar Open-Interest aus der Vorwoche deutlich übertroffen.
HIP-3 ermöglicht es HYPE-Stakern mit einem Mindestbestand von 1 Million HYPE-Tokens, eigene Perpetual-Futures-Märkte auf der Hyperliquid-Blockchain zu lancieren. Anbieter wie Kynetiq haben mit Produkten wie Markets.xyz begonnen, verschiedene RWA-Perpetuals aufzusetzen. Die zuletzt stark gestiegene Aufmerksamkeit für Rohstoffe sowie für den Onchain-Handel von Aktien führte zu einem deutlichen Anstieg von Handelsvolumen und Open-Interest auf Hyperliquid.
Die erhöhte Marktaktivität spiegelte sich auch in den Plattformeinnahmen wider. In den vergangenen 24 Stunden fielen Gebühren in Höhe von rund $7.5 Millionen an, während sich die Gebühren über die letzten sieben Tage auf etwa $32.5 Millionen beliefen. Aufgrund des integrierten Revenue Flywheel Mechanismus von Hyperliquid kommt ein Grossteil dieser Einnahmen den Tokenhaltern direkt zugute, indem sie über das Buyback und Burn Programm in den Markt zurückgeführt werden.

Was passiert On-Chain? Vitalik über Layer-2s, Hyperliquid und Coinbase steigen in Prognosemärkte ein, Perpetual-DEXs mit zweithöchstem Tagesvolumen der Geschichte
Vitalik Buterin sorgte in dieser Woche mit einem Beitrag auf X für Aufmerksamkeit, in dem er seine Einschätzung zur Rolle von Layer 2 Netzwerken darlegte. Er erinnerte daran, dass die ursprüngliche Vision vorsah, Layer-2 als Erweiterungen von Ethereum zu positionieren, gewissermassen als gebrandete Shards, die den Grossteil der Transaktionen abwickeln und dabei die vollständige Sicherheit von Ethereum erben. Aus seiner heutigen Sicht ist dieses Konzept jedoch überholt. Zum einen skaliert Ethereum Layer-1 inzwischen eigenständig, unter anderem durch deutlich höhere Gas-Limits, die für 2026 geplant sind. Zum anderen haben viele Layer-2 bislang keine vollständige Vertrauensfreiheit erreicht und einige dürften dieses Ziel womöglich nie anstreben. Vitalik hält dies für akzeptabel und schlägt eine neue Einordnung vor. Zentrale Punkte seiner Argumentation sind folgende.
-
Layer-2s sollten nicht länger als kleine Abbilder von Ethereum verstanden werden, sondern eigene, klar differenzierte Mehrwerte entwickeln, etwa in den Bereichen Privatsphäre, extrem geringe Latenz, Nicht-EVM-Funktionalität, KI oder soziale Anwendungen, oder durch Skalierung, die selbst eine erweitertee Layer-1 nicht leisten kann.
-
Da die Ethereum-Layer-1 direkt skaliert, sind Layer-2 nicht mehr primär für Durchsatzsteigerung notwendig. Das Gas-Limit soll im Jahr 2026 deutlich erhöht werden.
-
Layer-2s, die ETH oder Ethereum basierte Vermögenswerte verwalten, sollten mindestens den Stage-1-Sicherheitsstandard erfüllen und echte Sicherheitsgarantien bieten. Andernfalls seien sie faktisch als eigenständige Chains zu betrachten.
-
Zudem schlägt Vitalik ein sogenanntes Native-Rollup-Precompile vor, also eine in Ethereum integrierte Funktion zur Verifikation von ZK-EVM-Proofs. Dies würde Layer-2s erlauben, vertrauensfreie Verifikation ohne Security-Council zu erreichen und gleichzeitig nahtlose Interoperabilität mit Ethereum zu gewährleisten, während sie weiterhin eigene Funktionalitäten implementieren können.
-
Entscheidend sei ausserdem Transparenz, da Nutzer in einem offenen Ökosystem klar verstehen müssen, welche Sicherheitsgarantien sie tatsächlich haben und welche Vertrauensannahmen bestehen.
Auch im Bereich der Prognosemärkte gab es in dieser Woche mehrere relevante Entwicklungen. Hyperliquid kündigte an, dass HyperCore mit HIP-4 den Handel von Outcomes einführen wird. Dabei handelt es sich um vollständig besicherte, bereichsbasierte Kontrakte, die sich unter anderem für Prognosemärkte und begrenzte Optionsstrukturen eignen und ohne Hebelwirkung sowie ohne Liquidationen auskommen. Zudem lancierte Coinbase eine eigene Plattform für Prognosemärkte. Nutzer können dort auf Sport, Politik, Krypto, Kultur und weitere reale Ereignisse setzen. Coinbase Predict ist in allen 50 US-Bundesstaaten verfügbar. Darüber hinaus reichte die Muttergesellschaft von Polymarket, Blockratize, eine Markenanmeldung für $POLY ein, was die Spekulationen über einen möglichen künftigen Token weiter anheizte.
Wie bereits erwähnt, war der gestrige Handelstag insgesamt von aussergewöhnlich hohen Volumen geprägt. Auch die Perpetual-DEXs verzeichneten den zweithöchsten Tagesumsatz ihrer Geschichte mit einem Gesamtvolumen von über 70 Milliarden US-Dollar und lagen damit nur hinter dem Rekordtag vom 10. Oktober 2025. Hyperliquid führte das Feld mit einem Handelsvolumen von 24.7 Milliarden US-Dollar an, gefolgt von Aster mit 10.0 Milliarden US-Dollar, edgeX mit 8.7 Milliarden US-Dollar und Lighter mit 7.5 Milliarden US-Dollar.
Kapitalflüsse bei digitalen Anlageprodukten: Abflüsse beschleunigten sich in der vergangenen Woche und setzen sich fort
Digitale Anlageprodukte verzeichneten in der vergangenen Woche Nettoabflüsse in Höhe von 1.7 Milliarden US-Dollar. Wie bereits erwähnt, führten diese Abflüsse dazu, dass die kumulierten Mittelbewegungen seit Jahresbeginn 2026 nun bei rund 1 Milliarde US-Dollar Nettoabflüssen liegen. Der Abwärtstrend setzte sich auch in der laufenden Woche fort. Seit Dienstag kam es bei den Bitcoin-Spot-ETFs zu Nettoabflüssen von über 1.2 Milliarden US-Dollar. Die Ethereum-Spot-ETFs weisen in dieser Woche bislang Nettoabflüsse von rund 150 Millionen US-Dollar auf.
Unabhängig davon kündigte Binance an, die Asset-Struktur seines SAFU Funds anzupassen. Dabei sollen die ursprünglich in Stablecoins gehaltenen Reserven in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar schrittweise in Bitcoin umgeschichtet werden. Die vollständige Umwandlung soll innerhalb von 30 Tagen ab dem Zeitpunkt der Ankündigung erfolgen. Onchain-Daten zeigen, dass die SAFU-Fund-Adresse von Binance eine Autorisierungstransaktion initiiert hat, um zwei neue Adressen zur sogenannten Approved-Recipient-Whitelist hinzuzufügen, möglicherweise als Vorbereitung für den Ausbau der Bitcoin-Bestände. Gemäss Daten von Arkham hat der Binance SAFU Fund bislang rund 6'200 Bitcoin erworben, was aktuell einem Gegenwert von etwa 410 Millionen US-Dollar entspricht.
Marktstimmung: Extreme Angst bei 9, tiefster Stand seit Juni 2022
Der Crypto Fear and Greed Index ist unter die Marke von 10 gefallen und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Juni 2022, als der Markt vom Zusammenbruch von 3AC und Luna während des letzten Bärenmarktes geprägt war. Die Stimmung liegt damit sogar unter dem Niveau der FTX-Krise, obwohl der Bitcoin-Preis weiterhin ein Vielfaches der damaligen Kursstände beträgt.
Bemerkenswert ist zudem, dass der CNN Fear and Greed Index für den Aktienmarkt seit der vergangenen Woche deutlich zurückgegangen ist und sich nun im Bereich der Angst befindet, nachdem zuvor gierige Werte verzeichnet wurden. Auch unter den Mitgliedern der American Association of Individual Investors hat sich das Sentiment eingetrübt. Der Anteil bullish eingestellter Investoren fiel in dieser Woche unter 40 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil neutraler Einschätzungen von 24 auf 31 Prozent, während der Anteil bearish eingestellter Investoren auf 29 Prozent zurückging.

Weitere relevante Nachrichten
- Gemäss MLM Monitoring tauschen Wallets, die mutmasslich mit Multicoin Capital in Verbindung stehen, aktuell ETH gegen HYPE. – Link
- Mehrere öffentliche Pensionsfonds in den USA sehen sich aufgrund von Investitionen in Strategy mit erheblichen Verlusten konfrontiert. – Link
- Polymarket gab auf X bekannt, eine Partnerschaft mit USDC einzugehen. Künftig sollen Guthaben von Polymarket Nutzerinnen und Nutzern vollständig eins zu eins durch US Dollar gedeckt sein. – Link
Ein Ausblick: Bitcoin notiert aktuell unter dem Hoch von 2021
Die vorsichtige Positionierung der vergangenen Wochen hat sich als richtig erwiesen. Im Wrap vom 16. Januar wiesen wir auf das Risiko eines Bruchs der Marke von 90'000 US-Dollar hin und darauf, dass ein solcher Schritt den Weg für deutlich tiefere Kurse öffnen würde. Im Wrap vom 23. Januar hielten wir fest, dass Bitcoin unter 90'000 US-Dollar gefallen ist und sich die Wahrscheinlichkeit einer tieferen Korrektur erhöht. In der vergangenen Woche betonten wir zudem, dass ein nachhaltiger Bruch der Marke von 80'000 US-Dollar mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung in Richtung 74'000 US-Dollar nach sich ziehen würde, dem Tief aus dem April 2025.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes handelt Bitcoin bei rund 66'000 US-Dollar. Damit wurden nicht nur die Tiefs vom April des vergangenen Jahres unterschritten, sondern Bitcoin notiert auch auf einem Niveau, das zuletzt im frühen Frühjahr 2024 erreicht wurde und klar unterhalb des Hochs von 2021 bei 69'000 US-Dollar liegt.
Vom jüngsten Allzeithoch aus betrachtet liegt Bitcoin aktuell rund 48 Prozent im Minus. Gleichzeitig befindet sich das Marktsentiment auf einem Niveau, das mit den tiefsten Phasen des Bärenmarktes 2022 vergleichbar ist und historisch nur in wenigen Perioden erreicht wurde.
Auch wenn ein weiterer Rückgang nicht ausgeschlossen werden kann, haben sich die Wahrscheinlichkeiten zuletzt etwas verschoben. Erste Marktteilnehmende beginnen wieder nach Einstiegsmöglichkeiten zu suchen, selbst wenn zunächst lediglich eine technische Erholungsbewegung im Fokus steht. Eine Konsolidierung im Bereich von 61'000 US-Dollar könnte kurzfristig den Boden für eine Gegenbewegung in Richtung des April Tiefs bei rund 74'000 US-Dollar bereiten.
Sollte Bitcoin jedoch nachhaltig unter die Marke von 60'000 US-Dollar fallen, rücken aus Sicht vieler Trader die Tiefs vom August 2024 in den Fokus. Diese lagen im Zuge der Auflösung des Yen Carry Trades im Bereich von rund 49'000 US-Dollar.
Nachfolgend finden Sie einige der wichtigsten Datenveröffentlichungen, auf die Sie nächste Woche achten sollten.
Dienstag, 10. Februar 2026
USA Einzelhandelsumsätze, Kern Einzelhandelsumsätze
Mittwoch, 11. Februar 2026
China Konsumentenpreisindex, Produzentenpreisindex
USA Arbeitsmarktbericht, Nonfarm Payrolls
Donnerstag, 12. Februar 2026
Grossbritannien Bruttoinlandprodukt
USA Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung
Freitag, 13. Februar 2026
Schweiz Konsumentenpreisindex
Eurozone Bruttoinlandprodukt, Beschäftigungszahlen


