Den Weekly Wrap gibt es auch auf Spotify und Apple Podcasts. Es ist eine Zusammenfassung mit Hilfe von KI-Stimmen (auf Englisch verfügbar).
Die Top-Schlagzeilen dieser Woche
«David Sacks bestätigt Markup des Clarity Act für Januar.» - Donnerstag, 19. Dezember 2025
- Der White House AI und Crypto Czar David Sacks teilte am Donnerstag mit, dass das Markup des Clarity Act für Januar angesetzt ist. Auf X erklärte er, man sei näher denn je daran, die wegweisende Gesetzgebung zur Marktstruktur für digitale Vermögenswerte zu verabschieden, die Präsident Trump ausdrücklich gefordert hat.
- Der Digital Asset Market Clarity Act ist eine parteiübergreifende Gesetzesinitiative, welche einen regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte schafft und die Zuständigkeiten zwischen der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission klar abgrenzt. Das Gesetz passierte im Juli mit breiter parteiübergreifender Unterstützung das Repräsentantenhaus.
«Arbeitslosenquote im Vormonat auf Vierjahreshoch, Inflationsdaten unter Erwartungen.» - Diese Woche
- Im November stieg die US Arbeitslosenquote auf ein Vierjahreshoch von 4.6 Prozent, während die Wirtschaft mehr neue Stellen schuf als erwartet, nämlich 64'000 gegenüber prognostizierten 50'000. Mit nur noch einem verbleibenden Monat im Jahr 2025 steuert der US Arbeitsmarkt allerdings auf das schwächste Jahr bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze seit den Verlusten von 2020 und zuvor seit der Grossen Rezession zu.
- Die Abschwächung am Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten war der zentrale Treiber für die Zinssenkungen der US-Notenbank in den letzten drei Sitzungen, wobei geldpolitische Anpassungen erfahrungsgemäss zeitverzögert Wirkung entfalten.
- Im Gegensatz zum Anstieg der Arbeitslosenquote fielen die Inflationsdaten für November am Donnerstag dieser Woche tiefer aus als erwartet. Ökonomen hatten mit einer Teuerung von 3.1 Prozent gerechnet, der endgültige Wert lag jedoch bei 2.7 Prozent und damit deutlich darunter.
- In der Folge stiegen die impliziten Wahrscheinlichkeiten für eine Zinssenkung im Januar leicht an. Insgesamt bleiben die Erwartungen jedoch verhalten, mit einer Wahrscheinlichkeit von 26.6 Prozent gegenüber 24 Prozent vor der Veröffentlichung der Inflationsdaten.
«Das Rennen um den neuen Fed Vorsitz ist weiterhin offen, Hassett übernimmt diese Woche erneut die Führung.» - Dienstag, 16. Dezember 2025
- Kevin Hassett hat auf Polymarket erneut die Führung bei der Frage übernommen, wen Präsident Donald Trump als nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank nominieren wird, nachdem er zuvor kurzzeitig gegenüber dem ehemaligen Fed Gouverneur Kevin Warsh an Boden verloren hatte.
- Anfang November wurden die Quoten für Hassett noch bei 85 Prozent gehandelt. In dieser Woche übernahm jedoch zeitweise Kevin Warsh die Führung, nachdem hochrangige Personen aus dem Umfeld von Donald Trump Bedenken gegenüber Hassett geäussert hatten, unter anderem mit dem Argument, er stehe dem Präsidenten zu nahe.
- Aktuell werden die Quoten für Hassett bei 52 Prozent gehandelt, während Kevin Warsh bei 28 Prozent und Christopher Waller bei 14 Prozent liegen.
Ein kurzer Krypto-Überblick: Eine Achterbahnwoche
Mit Blick auf die Kursentwicklung dieser Woche lässt sich festhalten, dass die Märkte eine aussergewöhnlich volatile Phase durchliefen. Am Mittwoch stieg Bitcoin innerhalb weniger Stunden um mehr als 4 Prozent, bevor er während der US-Sitzung deutlich unter Druck geriet und fast 6 Prozent verlor. Am Mittwochabend markierte Bitcoin ein Zwischentief bei rund 85'000 US-Dollar und legte in den asiatischen und europäischen Handelsstunden wieder zu, mit einem Anstieg von knapp 5 Prozent. Am Donnerstagnachmittag verlor Bitcoin jedoch erneut an Boden und fiel innerhalb weniger Stunden um fast 6 Prozent, wobei ein Tief bei rund 84'400 US-Dollar erreicht wurde. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert Bitcoin erneut knapp unter 88'000 US-Dollar und liegt damit rund 4.5 Prozent im Plus. Eine weitere kurzfristige Korrektur während der heutigen US-Sitzung würde das Bild dieser Woche als klassische Achterbahnfahrt abrunden und wäre wenig überraschend.
Die Bitcoin-Dominanz ist in dieser Woche gestiegen und notiert auf dem höchsten Stand seit Mitte November. Gold bewegte sich über weite Strecken seitwärts und liegt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes knapp über 4'300 US-Dollar, nur geringfügig unter einem neuen Allzeithoch, wobei das technische Bild weiteres Aufwärtspotenzial signalisiert. Der S&P 500 gab im Wochenverlauf zunächst nach und markierte am Donnerstag nach einem Rückgang von rund 3 Prozent seit dem vergangenen Freitag ein Wochentief. Seit gestern liegt der Index jedoch wieder rund 1 Prozent im Plus, was insbesondere auf die tiefer als erwarteten Inflationsdaten in den USA zurückzuführen sein dürfte.
Im Altcoin-Segment bleibt das Umfeld angespannt. Die meisten grossen Altcoins verzeichneten in den vergangenen sieben Tagen Kursverluste zwischen 10 und 20 Prozent. Besonders schwach präsentierte sich PUMP mit einem Rückgang von 32 Prozent. ASTER verlor 28 Prozent, DASH 22 Prozent und ENA 21 Prozent innerhalb derselben Periode.
Chart der Woche: Bitcoin im Vergleich zum S&P 500
Bitcoin notiert gegenüber dem S&P 500 aktuell auf demselben Kursniveau wie vor den US-Wahlen im vergangenen Jahr. Vom Hoch dieses Jahres liegt Bitcoin derzeit rund 35 Prozent tiefer und notiert etwa 18 Prozent unter den Höchstständen von 2021. Damit bewegt sich Bitcoin erneut mit einem vergleichbaren Abschlag zu den Hochs, wie er bereits im Sommer 2024 zu beobachten war, als Bitcoin gegenüber dem S&P 500 rund 33 Prozent unter dem Hoch von März 2024 gehandelt wurde.







