Den Weekly Wrap gibt es auch auf Spotify und Apple Podcasts. Es ist eine Zusammenfassung mit Hilfe von KI-Stimmen (auf Englisch verfügbar).
Die Top-Schlagzeilen dieser Woche
«Meta plant noch in diesem Jahr den Einstieg in den Stablecoin-Bereich.» – Dienstag, 24. Februar 2026
- Anonyme Quellen berichteten diese Woche, dass Meta, die Muttergesellschaft von Facebook, Instagram und WhatsApp, mit Drittunternehmen in Kontakt steht, um Stablecoin-basierte Zahlungen innerhalb ihrer Applikationen zu ermöglichen. Dieser Schritt würde ein erneuertes strategisches Interesse an digitalen Zahlungslösungen und Stablecoins signalisieren.
«Ethereum Foundation veröffentlicht Strawmap-Roadmap für Ethereum bis 2029.» – Donnerstag, 26. Februar 2026
- In dieser Woche stellte Justin Drake die sogenannte Strawmap-Roadmap vor. Sie skizziert sieben vorgeschlagene Protokoll-Forks bis 2029, basierend auf einer geplanten Kadenz von etwa einem Fork alle sechs Monate.
- Die Roadmap definiert fünf langfristige Zielsetzungen: eine schnellere Layer 1 mit Finalität innerhalb weniger Sekunden; ein Durchsatz von 1 Gigagas pro Sekunde; hochskalierende Layer-2-Lösungen mittels Data-Availability-Sampling; die Implementierung postquanten Kryptografie; sowie native, datenschutzwahrende ETH-Transfers.
«Terraform Labs verklagt Jane Street wegen mutmasslichen Insiderhandels vor dem Terra-Luna-Zusammenbruch.» – Montag, 23. Februar 2026
- Der Insolvenzverwalter von Terraform Labs hat Klage gegen Jane Street eingereicht. Dem Handelshaus wird vorgeworfen, durch Insiderhandel den Zusammenbruch von Terra-Luna im Jahr 2022 beschleunigt zu haben.
- Laut Todd Snyder habe Jane Street bestehende Marktbeziehungen missbraucht, um sich während der Eskalationsphase und der Entkopplung von TerraUSD einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen. Bereits im Dezember reichte Snyder Klage gegen Jump Trading ein mit der Begründung, Jump habe das Ökosystem aktiv ausgenutzt, indem es eine inoffizielle Vereinbarung eingegangen sei, um den Wert des algorithmischen Stablecoins TerraUSD vor dessen Kollaps künstlich zu stützen.
- Jump soll gemäss der jüngsten Klageschrift auch im Verfahren gegen Jane Street eine Rolle spielen. Snyder macht geltend, dass Teile der nicht öffentlichen Informationen über Jump Trading an Jane Street weitergegeben worden seien.
Ein kurzer Krypto-Überblick: Abverkauf läutet volatile Woche im Kryptomarkt ein
Die Woche begann mit einem nächtlichen Abverkauf in den frühen Morgenstunden des Montags. Gegen 1.00 Uhr Schweizer Zeit setzte im Kryptomarkt eine breite Verkaufswelle ein. Bitcoin geriet weiter unter Druck und notierte bis zum Dienstagnachmittag vor Eröffnung der US-Märkte schwächer. Das Tagestief wurde bei rund 62’500 US-Dollar markiert. Seither hat Bitcoin die gesamte Korrekturbewegung aufgeholt und handelt aktuell über dem Niveau vom Sonntagabend vor dem Rückgang.
Ethereum notiert derzeit oberhalb von 2’000 US-Dollar und konnte seit dem Tief vom Dienstag gegenüber Bitcoin um rund 5 Prozent zulegen.
UNI und MORPHO setzten ihre Aufwärtsbewegung in dieser Woche fort, gestützt durch die bereits in der Vorwoche erwähnten positiven Nachrichten. BlackRock sowie Apollo Global sind Partnerschaften mit den jeweiligen Krypto-Projekten eingegangen und haben im Rahmen dieser Kooperationen Token erworben.
Rund 80 Prozent der Top 100 Kryptowährungen verzeichnen auf Wochensicht eine positive Entwicklung oder bewegen sich seitwärts. Einzelne Titel wie ATOM, BCH oder ZEC liegen jedoch weiterhin zweistellig im Minus gegenüber dem Stand vom Sonntag. Die gesamte Kryptomarktkapitalisierung ist seit dem Tief vom Dienstag um 8 Prozent gestiegen.
Auch der US-Aktienmarkt blickt auf eine volatile Woche zurück. Der S&P 500 notiert auf Wochensicht leicht im Minus und steht zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei 6’900 Punkten. Gold entwickelte sich weitgehend seitwärts und bewegt sich weiterhin um 5’180 US-Dollar, nachdem es am Montag kurzfristig bis auf 5’250 US-Dollar angestiegen war.
In den vergangenen Wochen richtete sich die Aufmerksamkeit verstärkt auf den IGV, den iShares Expanded Tech-Software Sector ETF, der seit Oktober 2025 deutlich unter Druck geraten ist. Bemerkenswert ist, dass Bitcoin zuletzt eine ähnliche Kursentwicklung wie dieser ETF aufwies. Auch der IGV liegt aktuell rund 8 Prozent über seinem Tief vom Montag. Die weitere Entwicklung des IGV dürfte in den kommenden Tagen und Wochen erhöhte Beachtung finden, da zahlreiche Marktteilnehmende ihn in Verbindung mit Bitcoin und dem Kryptomarkt insgesamt analysieren.
Chart der Woche: «How to buy Bitcoin» bei Google Trends
Die Anzahl der Google-Suchanfragen nach «How to buy Bitcoin» ist in den vergangenen Monaten kontinuierlich angestiegen und erreichte in diesem Monat ein neues Fünfjahreshoch. Kennzahlen von Google Trends werden häufig herangezogen, um die Stimmung und das Interesse von Privatanlegern an Vermögenswerten wie Bitcoin zu messen.
Ein Blick auf die Daten der vergangenen 15 Jahre zeigt, dass der bislang stärkste Ausschlag und zugleich das Allzeithoch der Suchanfragen im Dezember 2017 verzeichnet wurde, am Ende des damaligen Bullenmarktes. Der zweithöchste Wert wurde im Januar 2021 registriert, im Zuge der Berichterstattung rund um Elon Musk und Tesla sowie deren Engagements in Bitcoin und Dogecoin während des ausgeprägten Bullenmarktes 2020 und 2021.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob der jüngste Anstieg der Suchanfragen als bullishes oder bearishes Signal zu interpretieren ist. Wie dargelegt, sprechen Argumente für beide Sichtweisen. Im Jahr 2017 markierte der Höchststand der Suchanfragen das Ende einer langen Phase nahezu ausschliesslich steigender Kurse. Im Januar 2021 hingegen leitete er die dynamischste Phase des Bullenmarktes ein. Gleichzeitig unterschied sich das Marktumfeld damals deutlich von der heutigen Situation, da Bitcoin im Dezember 2020 bereits ein neues Allzeithoch von über 20’000 US-Dollar erreicht hatte.
Die aktuelle Entwicklung stellt eine bemerkenswerte Beobachtung dar. Ob und in welcher Form sich der Anstieg der Suchintensität auf den Markt in den kommenden Wochen und Monaten auswirkt, bleibt abzuwarten. Ein Rückgang der Suchanfragen könnte ein erstes Indiz für nachlassendes Interesse darstellen. Eine fortlaufende Beobachtung erscheint daher sinnvoll.









