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Neues ETH-Staking-Produkt: Wie das Pectra-Upgrade Ethereum-Staking verändert

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Bitcoin Suisse
17 Juli 20267 Min

Nach dem Ethereum-Pectra-Upgrade lanciert Bitcoin Suisse ein neues ETH-Staking-Produkt mit deutlichen Verbesserungen für das Ethereum-Staking: von automatisch reinvestierten Staking Rewards und einem geringeren Slashing-Risiko bis hin zu einer modernisierten Infrastruktur auf Basis von Distributed-Validator-Technologie. Mit dem neuen Produkt führt Bitcoin Suisse sein langjähriges Engagement für das Ethereum-Ökosystem konsequent weiter – ein Zusammenarbeit, die bis zum Crowd Sale im Jahr 2014 und zur Lancierung eines der ersten institutionellen Staking-Services im Jahr 2017 zurückreicht.

Was sind die wichtigsten Neuerungen des Pectra-Upgrades für Ethereum-Staking?

Das Pectra-Upgrade – der Pectra Hard Fork, der seit dem 7. Mai 2025 auf dem Ethereum Mainnet live ist – führt drei Änderungen auf Protokollebene für das ETH-Staking ein: Rewards auf der Konsensschicht werden nun automatisch auf dem Validator reinvestiert, die initiale Slashing-Strafe wird um den Faktor 128 reduziert, und Validatoren können beliebige Beträge über 32 ETH halten, statt auf feste 32-ETH-Schritte beschränkt zu sein. Bitcoin Suisse kombiniert diese Änderungen mit einer neuen Infrastruktur auf Basis von Obols Distributed-Validator-Technologie (DVT).

Was diese Änderungen in der Praxis bedeuten:

  • Automatische Reinvestition der Rewards. Mit dem Pectra-Upgrade werden Rewards auf der Konsensschicht nun automatisch reinvestiert, da sie direkt auf dem Validator anfallen. Das bedeutet: Staking Rewards erwirtschaften zusätzliche Rewards, sobald sie vom Protokoll erzeugt werden.
  • Geringeres Slashing-Risiko. Das Pectra-Upgrade reduziert die initiale Slashing-Strafe im Vergleich zum Standard vor Pectra um den Faktor 128. Bei einem Validator mit 1’500 ETH entspricht die initiale Strafe rund 0,02% der gestakten Mittel – gegenüber rund 3% im bisherigen Modell. Das Slashing-Risiko wird zusätzlich durch den Einsatz von Obols DVT-Infrastruktur reduziert, bei der der Validator-Betrieb auf mehrere unabhängige Nodes verteilt wird.
  • Mehr Flexibilität. Staking ist nicht mehr auf feste 32-ETH-Schritte beschränkt. Jeder Betrag über 32 ETH kann gestakt werden, und spätere Top-ups sind ab 1 ETH möglich. Jeder Staking-Account erhält zudem eine eigene, segregierte Withdrawal-Adresse, im Einklang mit sich weiterentwickelnden regulatorischen Vorgaben.
  • Verbesserte Uptime. Die neue DVT-Infrastruktur verteilt jeden Validator auf mehrere Nodes. Fällt ein Node aus, arbeiten die übrigen Nodes weiter. Dadurch sinkt das Risiko verpasster Attestations, und die Gesamtperformance des Validators verbessert sich.
  • Modernisierte Infrastruktur. Das neue Produkt läuft auf Obol und ersetzt die bisherige Staking-Infrastruktur, die seit 2020 im Einsatz war. Das Upgrade sorgt für höhere Resilienz und einen effizienteren operativen Betrieb.

Wie funktionieren ETH-Staking-Rewards nach Pectra?

ETH-Staking-Rewards werden in zwei Arten unterteilt, die im neuen Pectra-Produkt unterschiedlich behandelt werden. Consensus-Layer-Rewards werden dem Staking-Account gutgeschrieben und automatisch auf dem Validator reinvestiert. Execution-Layer-Rewards werden weiterhin über alle Validatoren hinweg verteilt und dem Trading-Account gutgeschrieben. Diese Struktur hat direkte Auswirkungen auf die ETH-Staking-Rendite.

Consensus-Layer-Rewards (CL) – verdient durch Attestations, Block Proposals und Sync Committee Duties – fallen nun direkt auf dem Validator an und werden dadurch automatisch reinvestiert. Anders als beim bisherigen Produkt werden sie dem Staking-Account und nicht mehr dem Trading-Account gutgeschrieben. Da jeder Staking-Account über eigene, dedizierte Validatoren verfügt, werden CL-Rewards nicht mehr über alle Kunden hinweg gemittelt. Die meisten regelmässigen Rewards entstehen durch Attestation-Aktivität. Grössere, weniger häufige Rewards fallen an, wenn der Validator einen Block vorschlägt – typischerweise ein- bis zweimal pro Jahr und Validator.

Execution-Layer-Rewards (EL) – verdient durch Transaktionsgebühren und MEV – werden wie bisher über alle Validatoren hinweg gemittelt und dem Trading-Account gutgeschrieben. Diese Mittelung bleibt bei EL-Rewards sinnvoll, da MEV-getriebene Auszahlungen zwischen einzelnen Validatoren stark variieren können.

Während sich das Ethereum-Protokoll weiterentwickelt, bleibt Bitcoin Suisse eng mit dem Ökosystem verbunden, arbeitet mit Technologien wie Obols DVT-Infrastruktur und passt ihre Staking-Produkte laufend an die neuesten Protokollentwicklungen an. Das neue Pectra-Staking-Produkt ist der nächste Schritt in diesem fortlaufenden Engagement.

Frequent Asked Questions

Wie funktioniert Ethereum-Staking nach dem Pectra-Upgrade?
Das Pectra-Upgrade verändert mehrere Aspekte des Ethereum-Stakings. Validatoren können nun bis zu 2’048 ETH halten – statt wie bisher fix 32 ETH. Consensus-Layer-Rewards werden automatisch auf dem Validator reinvestiert, und die initiale Slashing-Strafe wurde um den Faktor 128 reduziert. Bei Bitcoin Suisse werden diese Protokolländerungen mit einer neuen DVT-basierten Infrastruktur kombiniert, die zusätzliche Resilienz bietet.

Werden Rewards aus ETH-Staking automatisch reinvestiert?
Ja. Mit dem neuen Pectra-Produkt werden Consensus-Layer-Rewards automatisch reinvestiert. Sie fallen direkt auf dem Validator an und erhöhen dessen Effective Balance.

Wie werden ETH-Staking-Rewards gutgeschrieben?
Consensus-Layer-Rewards – aus Attestations, Block Proposals und Sync Committee Duties – fallen direkt auf dem Validator an, werden automatisch reinvestiert und dem Staking-Account gutgeschrieben. Execution-Layer-Rewards – aus Transaktionsgebühren und MEV – werden über alle Validatoren hinweg gemittelt und dem Trading-Account gutgeschrieben.

Was sind die Mindestanforderungen für Staking?
Das Mindestguthaben eines Staking-Accounts beträgt 32 ETH. Dieser Betrag ist erforderlich, um einen einzelnen Validator zu betreiben. Für spätere Ein- oder Ausstiege beträgt die Mindestordergrösse 1 ETH.

Was passiert mit bestehenden Validatoren während der Migration?
Im Rahmen der Konsolidierung werden Mittel von bestehenden Legacy-Validatoren auf die neuen Validatoren übertragen, ohne dass ein vollständiger Unstake-and-Restake-Zyklus erforderlich ist.

Gibt es eine maximale Validator-Grösse?
Das Ethereum-Protokoll erlaubt Validatoren mit einer Effective Balance von bis zu 2’048 ETH. Bitcoin Suisse setzt intern einen Schwellenwert, damit ausreichend Spielraum für die automatische Reinvestition von Consensus-Layer-Rewards bleibt.

Was ist Distributed Validator Technology (DVT)?
DVT verteilt den Betrieb eines einzelnen Validators auf mehrere unabhängige Nodes. Dadurch entsteht kein Single Point of Failure: Wenn ein Node offline geht, validieren die übrigen Nodes weiter. Das verbessert die Uptime und bietet eine zusätzliche Schutzschicht gegen Slashing.

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