Was letzte Woche geschah
HTX gehackt
Am frühen Sonntag, den 24. September, entdeckte HTX (früher bekannt als Huobi) verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit einer Hot Wallet. Es wurde beobachtet, dass 4.999 ETH an eine Adresse ohne vorherige Transaktionshistorie transferiert wurden. Justin Sun, der Gründer von TRON und Investor von Huobi Global, bestätigte diese Sicherheitsverletzung öffentlich auf X. Er ging noch einen Schritt weiter, indem er eine White-Hat-Belohnung von 5 % aussetzte und den Hacker einlud, HTX als White-Hat-Berater für Sicherheitsfragen beizutreten. Glücklicherweise wurden die entstandenen Verluste vollständig gedeckt und alle damit verbundenen Probleme zufriedenstellend gelöst. Wichtig ist, dass dieser Vorfall den Gesamtbetrieb der Plattform nicht gestört hat.
Mixin Network gehackt
Mixin Network, ein dezentraler Geldbörsendienst, wurde vor kurzem Opfer eines schwerwiegenden Sicherheitsverstosses, der zur vorübergehenden Aussetzung seiner Ein- und Auszahlungsdienste führte. Die Hacker hatten es auf Gelder in Höhe von etwa 200 Millionen Dollar abgesehen. Dieser besorgniserregende Vorfall wurde umgehend über den offiziellen Twitter-Account des Unternehmens bekannt gegeben, das für eine gründliche Untersuchung die Hilfe von SlowMist, einem renommierten Blockchain-Sicherheitsunternehmen, in Anspruch genommen hat. Laut SlowMist hatten es die Angreifer am vergangenen Samstag speziell auf den Cloud-Service-Datenbank-Provider von Mixin Network abgesehen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Ausmass der von den Hackern erbeuteten Vermögenswerte noch ungewiss. PeckShield schätzt, dass die Hacker mit Vermögenswerten im Wert von 141 Millionen Dollar, einschliesslich ETH, BTC, DAI und USDT, entkommen sind.
Laufende Diskussionen über Bitcoin Spot ETF
In jüngster Zeit haben sich Mitglieder des Repräsentantenhauses auf beiden Seiten des politischen Spektrums zusammengeschlossen, um den SEC-Vorsitzenden Gary Gensler zu drängen, die Zulassung eines börsengehandelten Bitcoin-Spotfonds (ETF) zu beschleunigen. Sie argumentieren, dass ein regulierter Spot-Bitcoin-ETF Anlegern einen besseren Schutz bieten würde, indem er einen transparenten und sicheren Zugang zu Bitcoin bietet. Diese Forderung wurde in einem an Gensler gerichteten Brief übermittelt. Trotz der parteiübergreifenden Unterstützung hält Gensler an seiner Position fest, dass die meisten Kryptowährungen und die mit ihnen verbundenen Unternehmen unter das Bundeswertpapiergesetz fallen. Diese Haltung wird bei einer Kongressanhörung vor dem House Financial Services Committee auf dem Prüfstand stehen, wo der Ausschussvorsitzende Patrick McHenry Gensler zuvor einen Mangel an Klarheit bei der Einhaltung der Krypto-Regulierung vorgeworfen hat.
Am Dienstagabend verlängerte die SEC die Frist für die Prüfung der Anträge von Ark 21Shares und Global X auf Zulassung von Spot-Bitcoin-ETFs. Darüber hinaus wurde am Donnerstagabend bekannt, dass die SEC ihre Entscheidung über Spot-Bitcoin-ETFs von BlackRock, Invesco und Bitwise verschiebt. Es ist erwähnenswert, dass die SEC in der Regel die volle 240-tägige Beurteilungsfrist ausschöpft, die für solche Anträge vorgesehen ist. Infolgedessen wird das tatsächliche Urteil über diese ETFs oft erst wenige Tage vor Ablauf der Frist bekannt gegeben. Interessanterweise reagierten die Kryptomärkte mit relativer Gleichgültigkeit auf diese Nachricht, was die Erwartung unterstreicht, dass eine endgültige Entscheidung über diese ETFs unmittelbar vor Ablauf der Frist nicht zu erwarten war.
Shutdown droht in den USA
Im Gegensatz zu der uneinheitlichen Entwicklung an den traditionellen Finanzmärkten wird die globale Finanzlandschaft derzeit von der Gefahr eines möglichen Stillstands der US-Regierung überschattet. Die Diskussionen innerhalb der US-Regierung drehen sich in erster Linie um finanzielle Angelegenheiten der Haushalte. Sollte bis Sonntag keine Lösung gefunden werden, könnte es zu einem Stillstand der Regierung kommen. Sonntagabend ist der kritische Moment, bis zu dem eine Lösung gefunden werden muss, um dieses Szenario abzuwenden. Die Folgen eines solchen Ereignisses könnten möglicherweise erhebliche negative Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben und sollten daher genau beobachtet werden.



