Neo ist eine offene und dezentrale Plattform, die 2014 mit dem ursprünglichen Namen “Antshares” auf den Weg gebracht wurde. 2017 erfolgte dann die Umbenennung in Neo mit der Vision einer smarten Wirtschaft, in der durch Blockchain-Technologie und Smart Contracts digitale Assets ausgegeben und verwaltet werden können. Im Gegensatz zu anderen bekannten Blockchain-Formaten mit Smart-Contract-Fähigkeiten startete Neo von Anfang an mit einem Proof-of-Stake Konsensmechanismus – dem sogenannten Delegated Byzantine Fault Tolerant Mechanismus (dBFT).
Das MainNet von Neo wurde 2016 lanciert und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Zuletzt wurde eine völlig neue Iteration der Neo-Blockchain unter dem Namen Neo3 veröffentlicht, die mehrere wesentliche Verbesserungen gegenüber der aktuellen Neo2 mit sich bringt. Diese Version ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen der Neo-Stiftung und verschiedener Open-Source-Communities, die das Neo-Netzwerk auf eine Massenakzeptanz vorbereiten.
In diesem Artikel lassen wir die vier Jahre seit der Lancierung des Neo2 MainNet Revue passieren und geben durch eine nähere Betrachtung der letzten Entwicklung von Neo3 einen Ausblick auf die Zukunft.
Rückblick: Neo2 Auswirkungen
Neo hat aufgrund mehrerer Faktoren die Aufmerksamkeit der Blockchain-Community auf sich gezogen.
Einer dieser Faktoren ist die Entwicklung eines innovativen Konsensmechanismus. Neo verwendete von Anfang an dBFT 1.0, eine Adaption von pBFT (practical Byzantine Fault Tolerance), die eine schnelle Single Block Finality ermöglicht. Single Block Finality bedeutet in diesem Kontext, dass die bestätigten Transaktionen im nächsten Block nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Die Erzeugung der nächsten Blöcke muss somit nicht mehr abgewartet werden. Heute nutzen mehrere Projekte Versionen von BFT, so auch Libra und Cosmos, damals galt dies im Blockchain-Bereich jedoch als Innovation. Allerdings war dBFT 1.0 in seltenen Szenarien mit hoher Netzwerklatenz zwischen den Konsensknoten anfällig für einzelne Block Forks. Obwohl diese den Konsens nicht unbedingt stören, könnte es sein, dass mehrere Neo-Vollknoten den gegabelten Block im Netzwerk akzeptieren, was letztlich zu Betriebsproblemen führen würde.
Nach ausführlichen Diskussionen in der Community wurde daher dBFT 2.0 entwickelt. Mit dieser Version wurde das Problem behoben und auch die Performance für Situationen wie Konsensknoten-Neustarts aufgrund von Hardwareausfällen und gezielten Netzwerkangriffen verbessert. In Abbildung 1 wird die Wertentwicklung vor und nach dem Rollout von dBFT 2.0 dargestellt. Darüber hinaus bietet die dBFT 2.0-Implementierung Prüfungstools, um das Fehlverhalten von Konsensknoten zu verfolgen.













