Der aktuelle Bitcoin-Zyklus weist die niedrigste Signalstärke auf, die wenigsten gleichzeitig aktiven Tagesindikatoren und mit 3,80 Jahren den längsten Abstand zwischen zwei Böden. Die kumulative Abdeckung liegt allerdings weitgehend im historischen Rahmen. Wie sich die Länge des Bitcoin-Zyklus im Verhältnis zum Halving-Zeitplan entwickelt hat, zeigt unsere Analyse des Halving-Marktzyklus.
Statistische Signifikanz haben diese Daten nicht. Uns stehen vier frühere Zyklen zum Vergleich zur Verfügung; entsprechend schwer lässt sich mit Sicherheit beurteilen, was hier geschieht. Man kann argumentieren, dass diese Bodenperiode kurz war. Man kann ebenso argumentieren, dass sie sich erstmals seit drei Bärenmärkten anders darstellt. Der Zyklus von 2018 war mit 213 Tagen ähnlich kurz, selbst die Dauer ist also nicht aussagekräftig.
Das uneinheitliche Signal einordnen
Dieser Bitcoin-Bärenmarkt hat sich nach diesen Massstäben anders verhalten als seine Vorgänger. Die täglichen Signale waren flach. Die Bodenperiode hat nicht die konzentrierten Stresstage hervorgebracht, die wir in früheren Zyklen gesehen haben. Und ausgerechnet der Indikator, der bei jedem früheren Bitcoin-Boden angeschlagen hat, ist diesmal stumm geblieben.
Gleichzeitig haben 90 % der von uns verfolgten Indikatoren irgendwann ausgelöst. Und die Makrokatalysatoren hinter der jüngsten Rallye – Liquiditätsunterstützung des US-Finanzministeriums, institutionelle ETF-Zuflüsse und zunehmende regulatorische Klarheit – deuten auf etwas Strukturelleres hin als eine rein stimmungsgetriebene Erholung.
Vielleicht hat dieser Zyklus eine andere Zusammensetzung, weil sich der Markt selbst verändert hat: ein längerer vorangegangener Bullenmarkt, beständigeres institutionelles Kapital und eine Makropolitik, die mehr bewegt als On-Chain-Dynamiken. Oder vielleicht sagt uns Bitcoin NUPL etwas, das die anderen Indikatoren nicht erfassen können.
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