DeFi-Anwendungen werden durch Smart Contracts gesteuert: öffentlich einsehbaren Code, der festlegt, wie ein Lending Pool, eine Börse oder ein Renditeprodukt funktioniert. Einen solchen Smart Contract auszunutzen bedeutet, eine Schwachstelle in diesem Code zu finden – vergleichbar mit einer Lücke in den Bedingungen eines Finanzvertrags.
Diese Form von Smart-Contract-Sicherheitsversagen ist messbar weniger gravierend geworden: Die durchschnittlichen Verluste pro Vorfall sanken von rund USD 156 Millionen im Zeitraum 2020 bis 2022 auf etwa USD 14 Millionen seit 2023. Das deutet darauf hin, dass sich die Sicherheit der Kernprotokolle verbessert hat, während Angreifer zunehmend auf kleinere, peripherere Ziele ausweichen.
Die steigende Zahl von DeFi-Hacks ist daher eher als Zeichen grösserer Reichweite denn grösserer Tiefe zu verstehen. In DeFi sind mehr Smart Contracts im Einsatz als je zuvor, mehr Integrationen haben technische Altlasten aus früheren Wachstumsphasen angesammelt, und KI-gestützte Tools haben die Kosten gesenkt, Code nach Smart-Contract-Schwachstellen zu durchsuchen. Die Angriffsfläche ist grösser geworden – während der Schaden bei erfolgreichen Protokoll-Exploits zurückgegangen ist.