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Der Weekly Wrap: Waffenstillstand im Libanon, SEC-Stellungnahme und Goldman Sachs im Bitcoin-ETF-Markt

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Luca Gnos
17 Apr. 20267 Min

This Week’s Top Stories

Den Weekly Wrap gibt es auch auf Spotify und Apple Podcasts. Es ist eine Zusammenfassung mit Hilfe von KI-Stimmen (auf Englisch verfügbar). 

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Die Top-Schlagzeilen dieser Woche

«Waffenstillstand im Libanon: Trump sagt Einigung mit Teheran sei nahe.» – Diese Woche 

  • Der Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon ist zunächst auf 10 Tage befristet, doch die USA signalisierten, dass eine Verlängerung möglich sei.
  • US-Präsident Donald Trump betonte mehrfach, dass eine Einigung zur Beendigung des Krieges mit Iran unmittelbar bevorstehe. Er fügte hinzu, dass die Gespräche mit Teheran möglicherweise noch dieses Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad wieder aufgenommen würden.
  • Zu Beginn dieser Woche verhängten die USA ab Montag eine Seeblockade über die iranischen Häfen, nachdem Teheran die Strasse von Hormuz offenbar nicht wieder für den freien Schiffsverkehr geöffnet hatte.
  • Im Zusammenhang mit dem Krieg und seiner Verbindung zu Krypto berichteten die Financial Times und weitere Medien vergangene Woche, dass Iran während des Waffenstillstands Krypto-Gebühren für die Durchfahrt durch die Strasse von Hormuz verlangt habe.  

«SEC stellt klar: Bestimmte DeFi-Benutzeroberflächen können ohne Broker-Dealer-Registrierung betrieben werden.» - Diese Woche 

  • Am Montag, veröffentlichten Mitarbeitende der US-Börsenaufsicht SEC eine Stellungnahme zur Broker-Dealer-Registrierungspflicht für bestimmte Benutzeroberflächen, die zur Vorbereitung von Transaktionen in Krypto-Asset-Wertpapieren eingesetzt werden. Dazu zählen DeFi-Front-Ends, Wallet-Erweiterungen und mobile Applikationen. Die Stellungnahme hält fest, dass solche Handelsschnittstellen unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Broker-Dealer-Registrierung betrieben werden dürfen.
  • Die Leitlinien gelten für selbstverwaltete Wallet-Schnittstellen und bleiben fünf Jahre lang in Kraft, sofern sie nicht durch weitere Massnahmen der SEC abgelöst werden.
  • Dies zeigt im Kern, dass die SEC die Marktstruktur für Kryptowährungen auch ohne Zustimmung des Kongresses gestalten kann. Zugleich signalisiert die Behörde, dass sie sich bereits auf die Umsetzung einer CLARITY-ähnlichen Regulierung vorbereitet, obwohl das entsprechende Gesetz noch nicht verabschiedet wurde und erst noch in Kraft treten muss, damit künftige Regierungen es nicht ohne Weiteres wieder rückgängig machen können.
  • Es ist gut möglich, dass der CLARITY Act im Kongress in den kommenden Wochen Fortschritte verzeichnet. Es lohnt sich, diesen Prozess aufmerksam zu verfolgen.  

«Die institutionelle Adaption schreitet rasch voran: Grosse Akteure setzen bedeutende Schritte.» – Diese Woche 

  • Goldman Sachs reichte diese Woche bei der SEC den Antrag für seinen ersten Bitcoin-ETF ein. Die Bank plant, über das neue Produkt sowohl Bitcoin-Exposure als auch Erträge aus Optionsgeschäften anzubieten. Dies stellt einen bedeutenden Schritt in den Kryptomarkt dar, zumal Goldman Sachs zuvor erklärt hatte, sich in diesem Bereich nicht engagieren zu wollen. 

  • Die Ankündigung von Goldman Sachs erfolgte nur wenige Tage nach dem Lancieren des Bitcoin-Spot-ETF von Morgan Stanley in den USA, der als erfolgreichster ETF-Ersthandelstag in der Geschichte des Unternehmens in die Bücher einging. 

  • Charles Schwab, eines der grössten Brokerunternehmen der USA, lancierte den Spot-Handel für Bitcoin und Ethereum und plant, künftig weitere Kryptowährungen in das Angebot aufzunehmen. Die Verwahrung der Vermögenswerte übernimmt die Schwab Premier Bank, während Infrastruktur und Transaktionsausführung von Paxos bereitgestellt werden.

Ein kurzer Krypto-Überblick

Bitcoin knapp unter 75'000 US-Dollar, Gesamtmarktkapitalisierung seit Montag um 6 Prozent gestiegen 

Der Kryptomarkt zeigt sich in dieser Woche insgesamt positiv. Bitcoin notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts knapp unter 75'000 US-Dollar, Ethereum liegt bei über 2'300 US-Dollar und Solana bei knapp unter 90 US-Dollar. Die gesamte Marktkapitalisierung ist seit Montag um rund 6 Prozent gestiegen. Besonders stark legten in dieser Woche DeFi-Token zu, was voraussichtlich auf die SEC-Stellungnahme zur Broker-Dealer-Registrierung zurückzuführen ist. Aave verzeichnet ein Plus von mehr als 25 Prozent, Uniswap und Hyperliquid legen je 10 Prozent zu. Weitere Ausreisser nach oben sind Arbitrum mit einem Wochengewinn von 20 Prozent sowie Jupiter mit einem Zuwachs von 14 Prozent. 

Der US-Aktienmarkt setzte seinen Aufwärtstrend fort. Der S&P 500 erreichte in dieser Woche ein neues Allzeithoch und notiert knapp unter der Marke von 7'100 Punkten, was einem Anstieg von mehr als 10 Prozent seit Ende März entspricht. Die Futures auf Light Crude Oil sind seit Montag um mehr als 14 Prozent gefallen und notieren zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts unter 90 US-Dollar. Gold handelt knapp unter 4'800 US-Dollar.

Chart der Woche

S&P 500 auf Allzeithochs, Bitcoin knapp unter 75'000 US-Dollar: Wie geht es weiter? 

Bitcoin hat seit Anfang Februar gegenüber dem S&P 500 um mehr als 20 Prozent zugelegt. Bemerkenswert ist jedoch, dass der S&P 500 auf Allzeithochs notiert, während Bitcoin noch immer rund 40 Prozent unter seinem aktuellen Allzeithoch von über 126'000 US-Dollar liegt. Gegenüber Gold hat Bitcoin in den vergangenen eineinhalb Monaten ebenfalls mehr als 20 Prozent gewonnen und sich angesichts des Iran-Krieges mit beeindruckender Widerstandskraft präsentiert. Diese relative Stärke verdient besondere Beachtung, zumal sie viele Marktteilnehmende überrascht hat. 

Es scheint, als habe der Verkaufsdruck bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen in den vergangenen zwei Monaten seinen Höhepunkt erreicht, da der Markt trotz der Kriegseskalation nicht wesentlich weiter gefallen ist. Auch die ETF-Kapitalflüsse signalisieren ein Nachlassen des Verkaufsdrucks und haben sich auf ein gemischtes, teilweise sogar netto positives Niveau verschoben. Die Zuflüsse der vergangenen Woche wiesen dabei das grösste Käuferinteresse seit Jahresbeginn auf. 

Angesichts des S&P 500 und des US-Aktienmarkts auf Allzeithochs bleibt abzuwarten, wie weit Bitcoin steigen kann oder ob die jüngste relative Stärke letztlich als Bull Trap vor einer erneuten Abwärtsbewegung zu werten ist. Die in den vergangenen Wochen aufgeflammten Diskussionen über die Quantenbedrohung und die wachsenden Bedenken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Bitcoin sowie die Frage, wie gut sich die Community in den kommenden Jahren darauf ausrichten kann, scheinen rund um den temporären Tiefpunkt von Bitcoin bei etwa 65'000 US-Dollar ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Weitere positive Entwicklungen im Bereich der Quantenresistenz sowie eine Einigung der Bitcoin-Core-Entwickler auf eine klare Vorgehensweise könnten als positiver Katalysator für eine Aufwärtsbewegung wirken.

Quelle: Bitcoin Suisse, Daten: TradingView, Stand: 17. April 2026

Was passiert Onchain?

BIP-361, aktive Bitcoin-Wale und steigende Anzahl langfristiger Halter 

Jameson Lopp und weitere Bitcoin-Core-Entwickler sowie Forscher haben diese Woche BIP-361 vorgeschlagen. Der Vorschlag sieht eine schrittweise Migration zu quantenresistenten Bitcoin-Adressen vor, indem Legacy-Signaturen auslaufen gelassen werden. Demnach müssen Bitcoin-Halter gefährdete Coins auf neue Adressen übertragen oder riskieren, nach rund fünf Jahren ohne Migration eine dauerhafte Einfrierung ihrer Bestände. Die Bitcoin-Community wird eine Lösung für potenziell verlorene Wallets finden müssen, einschliesslich der Satoshi-Wallets. Der jüngste Vorschlag hat eine neue Diskussion darüber angestossen, da es sich dabei eher um eine ideologische als um eine rein technische Frage handelt. Es ist erfreulich, Fortschritte und Aktivität unter den Core-Entwicklern zu beobachten, zumal jüngste Veröffentlichungen von Google den möglichen Quantenzeitpunkt nach vorne verschoben und die Entwickler zu einer Beschleunigung ihrer Tätigkeiten veranlasst haben. 

In weiteren Meldungen zeigen Daten von CryptoQuant, dass Bitcoin-Wale in den vergangenen 30 Tagen mehr als 270'000 BTC akkumuliert haben. Dies stellt die grösste Kaufoffensive dieser Gruppe seit dem Jahr 2013 dar. Daten des Capriole-Gründers Charles Edwards deuten zudem darauf hin, dass langfristige Halter verstärkt in Bitcoin zurückkehren. Der Anteil der Hodler, die ihre BTC in den letzten zwei Jahren nicht bewegt haben, ist in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen.

Kapitalflüsse bei digitalen Anlageprodukten

Grösste Zuflüsse seit Januar, Strategy und BitMine mit bedeutenden Käufen 

In der vergangenen Woche verzeichneten digitale Anlageprodukte Nettozuflüsse in Höhe von 1.1 Milliarden US-Dollar, die stärksten seit Januar. Bitcoin führte die Zuflüsse mit knapp 900 Millionen US-Dollar an, gefolgt von Ethereum mit knapp 200 Millionen US-Dollar. 

Nicht nur ETF-Käufer waren in der vergangenen Woche aktiv. Auch Strategy gab bekannt, knapp 14'000 BTC für rund 1 Milliarde US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 72'000 US-Dollar erworben zu haben. Es scheint, als seien die Zeiten, in denen Saylor auf dem Höhepunkt kaufte und BTC unmittelbar nach der Ankündigung einbrach, zumindest vorübergehend vorbei. Strategy war vergangene Woche nicht das einzige aktive Digital-Asset-Treasury-Unternehmen (DAT). BitMine meldete die grösste ETH-Akkumulation seit Dezember letzten Jahres und erwarb zusätzliche 71'500 Ether, womit die Gesamtbestände auf 4.875 Millionen ETH stiegen und sich das Unternehmen seinem Ziel annähert, 5 Prozent des gesamten Ethereum-Angebots zu halten.

Marktstimmung

Kryptomärkte weiterhin in extremer Angst, Aktienmärkte erneut im gierigen Bereich 

Der Kryptomarkt verharrt weiterhin im Bereich extremer Angst, wenngleich sich die Stimmung leicht verbessert hat und die Marktteilnehmenden etwas optimistischer sind als in den vergangenen Wochen. Im Vergleich zum Aktienmarkt bleibt die Stimmung im Kryptomarkt jedoch sehr gedämpft, und die Händler spüren den anhaltenden Druck, was angesichts der Situation nachvollziehbar ist: Der Aktienmarkt befindet sich wieder auf Allzeithochs, während die meisten Kryptowährungen noch immer mehr als 50 Prozent unter ihren Höchstständen notieren.

Quelle: Alternative.me, Stand: 17. April 2026

Weitere relevante Nachrichten

  • Bitwise hat eine zweite Änderungsmeldung für seinen Hyperliquid-ETF eingereicht und dabei das Kürzel BHYP sowie eine Gebühr von 67 Basispunkten festgelegt. – Link 
  • Die Deutsche Börse, die grösste deutsche Börsengruppe, wird 200 Millionen US-Dollar in Payward, die Muttergesellschaft der Kryptobörse Kraken, investieren und dabei rund 1.5 Prozent des Unternehmens auf vollständig verwässerter Basis erwerben. – Link
  • 21Shares hat seine Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC aktualisiert. Der geplante 21Shares Hyperliquid ETF soll unter dem Kürzel THYP an der Nasdaq notiert werden. – Link
  • SIX, der Betreiber der Schweizer und der spanischen Nationalbörse, integriert Chainlink, um seine Aktiendaten Onchain verfügbar zu machen. – Link

Ein Ausblick

Aktien auf Allzeithochs: Folgt der Kryptomarkt nach?

Der S&P 500 notiert auf neuen Allzeithochs. Bitcoin und der breitere Kryptomarkt verzeichnen in dieser Woche ebenfalls Kursgewinne, liegen jedoch nach wie vor deutlich unter ihren eigenen Allzeithochs. Während Bitcoin und viele andere Kryptowährungen in den vergangenen zwei Wochen zulegen konnten, stellt sich die Frage, wie lange dieser Aufwärtstrend anhalten kann. Solange sich die Lage im Iran in die aktuelle Richtung entwickelt, mit Waffenstillständen und der Perspektive einer Konfliktbeendigung, fallenden Ölpreisen und einem stabilen US-Aktienmarkt, könnte der Kryptomarkt in den nächsten Wochen weiter steigen. Auf der Unterseite könnte die Zone zwischen 70’000 und 72’000 US-Dollar als Unterstützung fungieren. Ein Unterschreiten der Marke von 70’000 US-Dollar würde viele Marktteilnehmende wahrscheinlich dazu veranlassen, erneute Tiefststände für möglich zu halten. Auf der Oberseite haben viele Trader die Marke von 80’000 US-Dollar im Blick, die als Widerstandszone erwartet wird, sofern die Kurse dieses Niveau erreichen. 

Nachfolgend finden Sie einige der wichtigsten Datenveröffentlichungen, auf die Sie nächste Woche achten sollten. 

Dienstag, 21. April 2026

USA – Einzelhandelsumsätze, Kern-Einzelhandelsumsätze

Donnerstag, 23. April 2026

USA – Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung

Freitag, 24. April 2026

Japan – Nationaler Verbraucherpreisindex (VPI) und Kern-VPI

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