Den Weekly Wrap gibt es auch auf Spotify und Apple Podcasts. Es ist eine Zusammenfassung mit Hilfe von KI-Stimmen (auf Englisch verfügbar).
Die Top-Schlagzeilen dieser Woche
«Israel und die USA führten am Wochenende Angriffe auf Iran durch – Bitcoin und der Kryptomarkt blieben trotz der Turbulenzen stabil.» – Letztes Wochenende
- Am Samstagmorgen erklärte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz, dass Israel einen «präventiven Schlag» gegen Iran ausgeführt habe. Die Regierung rief landesweit den Ausnahmezustand aus und verwies auf die Erwartung möglicher iranischer Vergeltungsangriffe mit Drohnen und ballistischen Raketen.
- Kurz darauf kündigte US-Präsident Donald Trump einen gross angelegten Militärangriff auf Iran an. Ziel sei es, das amerikanische Volk zu schützen, indem unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime beseitigt und dessen Atomprogramm zerstört würden. Trump rief zudem zu einem Regimewechsel auf.
- Die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels auf Iran führten zum Tod von Ayatollah Ali Khamenei, der das Land fast vier Jahrzehnte lang als oberster Führer geprägt hatte. Das Ereignis stürzt das Land in grosse Unsicherheit und löste einen Konflikt aus, der weite Teile des Nahen Ostens erfassen könnte.
- Im Verlauf der Woche eskalierte der Konflikt weiter. Iran reagierte mit Raketenangriffen und Drohnen und griff mehrere Staaten der Region an, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Kuwait, Bahrain, Oman und Saudi-Arabien.
- Der Kryptomarkt reagierte zunächst mit Kursrückgängen am frühen Samstagmorgen. Im Laufe des Wochenendes setzte jedoch eine Erholung ein. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert der Markt deutlich höher als am Samstag, wobei Bitcoin weiterhin über 70’000 US-Dollar gehandelt wird.
«Trump traf Coinbase CEO, bevor er Banken wegen Krypto-Gesetzgebung kritisierte.» – Dienstag, 3. März 2026
- Am Dienstag erklärte Donald Trump in einem Beitrag in den sozialen Medien, dass Banken seiner Ansicht nach versuchen würden, den sogenannten GENIUS Act zu untergraben und die Weiterentwicklung neuer Krypto-Regulierungen zu verzögern, um ihren Einfluss und ihre Macht zu schützen.
- Banken drängen im Rahmen eines umfassenden Gesetzesentwurfs zur Regulierung digitaler Vermögenswerte darauf, jegliche Form von Renditezahlungen auf Stablecoins zu verbieten. Der Entwurf befindet sich derzeit im US-Senat in Beratung. Eine breite Gruppe von Unternehmen aus dem Bereich digitaler Vermögenswerte hat sich jedoch dagegen gestellt. Diese Meinungsverschiedenheiten trugen bereits Anfang dieses Jahres dazu bei, dass ein Gesetz zur Marktstruktur des Kryptomarkts ins Stocken geriet.
- Trump forderte die Vereinigten Staaten auf, die Gesetzgebung zur Marktstruktur rasch abzuschliessen und den Clarity Act so bald wie möglich zu verabschieden. Der GENIUS Act sei ein wichtiger Schritt gewesen, um die USA zum globalen Zentrum der Kryptobranche zu machen, während der Clarity Act zusätzliche regulatorische Klarheit für die Branche schaffen würde.
Ein kurzer Krypto-Überblick: Kryptomärkte steigen trotz geopolitischer Risiken
Der Kryptomarkt entwickelte sich im Verlauf dieser Woche positiv, obwohl sich der Konflikt zwischen Iran und mehreren Ländern der Region weiter zuspitzte. Bitcoin notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts über 70’000 US-Dollar und liegt damit rund 12 Prozent über dem Tiefstand vom Samstagmorgen. Die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarkts ist seit Samstag ebenfalls um etwa 10 Prozent gestiegen.
Auf der Ebene einzelner Vermögenswerte zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild. Einige Kryptowährungen verzeichneten im Wochenverlauf zweistellige Zuwächse. Dazu zählt unter anderem OKB, begünstigt durch die Nachricht über eine strategische Beteiligung von ICE an der Kryptobörse OKX. Auch NEAR, MNT und CHZ konnten im Wochenverlauf jeweils rund 10 Prozent zulegen.
Die traditionellen Finanzmärkte bewegten sich hingegen weitgehend seitwärts. Der S&P 500 notiert leicht unter dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag und blickt auf eine volatile Handelswoche zurück, während der Nasdaq auf Wochensicht leicht im Plus liegt.
Gold legte über das Wochenende während der Eskalation des Konflikts deutlich zu und stieg zeitweise um nahezu 5 Prozent. Ab Montag setzte jedoch eine Korrektur ein. Aktuell liegt der Goldpreis mehr als 5 Prozent unter dem Höchststand vom Montagmorgen.
Sowohl die Bitcoin-Dominanz als auch die Ethereum-Dominanz sind in dieser Woche um mehr als 2 Prozent gestiegen. Dies deutet auf eine Kapitalverschiebung in grössere Kryptowährungen mit höherer Marktkapitalisierung hin. Diese Entwicklung wird ebenfalls sichtbar, wenn man den Anstieg der gesamten Marktkapitalisierung des Kryptomarkts mit der Entwicklung der sogenannten Total3-Marktkapitalisierung vergleicht, welche alle Kryptowährungen ohne Bitcoin und Ethereum umfasst.
Chart der Woche: Bitcoin entwickelt sich kurzfristig besser als Gold – Beginn eines neuen Trends?
Der Konflikt rund um Iran könnte einen möglichen neuen kurzfristigen Trend im Verhältnis zwischen Bitcoin und Gold angestossen haben. Seit Beginn der militärischen Eskalation am Samstag ist Bitcoin gegenüber Gold um mehr als 15 Prozent gestiegen.
Ein Blick auf den übergeordneten makroökonomischen Trend zeichnet jedoch weiterhin ein anderes Bild. Seit Dezember 2024 hat Bitcoin gegenüber Gold mehr als 65 Prozent verloren. Seit August des vergangenen Jahres beträgt der Rückgang immer noch über 60 Prozent. Das BTC-Gold-Verhältnis notiert damit aktuell auf dem niedrigsten Stand seit Herbst 2023.
Die jüngste Kursentwicklung sorgt dennoch wieder für etwas Zuversicht unter Anlegern, die Bitcoin als digitales Gold betrachten. Ob sich daraus ein nachhaltiger Trend entwickelt, wird sich erst über einen längeren Zeitraum bestätigen lassen. Erste Anzeichen sind jedoch erkennbar.
Viele Marktteilnehmer dürften insbesondere das Niveau von 12,80 als wichtige Unterstützungszone beobachten. Auf der Oberseite bestehen derzeit vergleichsweise wenige Widerstände. Wichtige Zielbereiche liegen im Bereich zwischen 19 und 20.









