«Die Wiedereröffnung der US-Regierung könnte eine Welle von Spot-ETF-Genehmigungen in den kommenden Wochen und Monaten auslösen.» – Diese Woche
- Der Bitwise Solana Spot ETF ist nun seit einigen Wochen live, und gestern wurde in den USA auch der Bitwise XRP Spot ETF unter dem Ticker XRP lanciert. Weitere traditionelle Finanzakteure haben in den vergangenen Wochen ebenfalls Solana-Spot-ETFs gelaunched. Mit der Wiedereröffnung der US-Regierung und dem Fortschritt der entsprechenden Gesetzgebung könnte nun eine ganze Reihe neuer Altcoin-Spot-ETF-Genehmigungen folgen, von denen viele bereits seit Oktober auf ihre finale Entscheidung warten.
- In dieser Woche kündigte BlackRock zudem an, einen Staked Ethereum ETF einreichen zu wollen, während die Grayscale XRP und Dogecoin Spot ETFs voraussichtlich nächste Woche live gehen werden. Im ETF-Sektor passiert derzeit viel unter der Oberfläche, währenddessen verzeichneten die Bitcoin-Spot-ETFs gestern den zweithöchsten Abfluss-Tag ihrer Geschichte, mit über 900 Millionen US-Dollar, die aus den Produkten abflossen.
«FOMC-Protokolle zeigen Uneinigkeit über Zinssenkung im Dezember – Wahrscheinlichkeit für eine Senkung um 25 Basispunkte fällt auf 30 Prozent auf Polymarket.» – Mittwoch, 19. November 2025
- Ende Oktober lag die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im Dezember auf Polymarket noch bei 90 Prozent, sie ist seither jedoch stetig gefallen. Das in dieser Woche veröffentlichte FOMC-Protokoll beschleunigte diesen Abwärtstrend, da die Marktteilnehmer offenbar die Hoffnung auf eine Zinssenkung aufgegeben haben. Aktuell liegt die Wahrscheinlichkeit nur noch bei 30 Prozent.
- Das Protokoll zeigte, dass viele Mitglieder des Ausschusses eine Zinssenkung für nicht angemessen hielten, während einige wenige eine Senkung für notwendig erachteten. Der Markt erkannte, dass «viele» mehr Gewicht haben als «einige», weshalb die Mehrheit der Investoren nun eher von einer Zinspause ausgeht.
- Die Ursache dieser Unsicherheit liegt weiterhin im langen Government Shutdown, durch den ein grosser Teil der Wirtschaftsdaten aus dem Oktober verspätet oder gar nicht veröffentlicht wurde. Dadurch befindet sich die Fed, wie Powell mehrfach betonte, in einem faktischen Blindflug und muss entsprechend vorsichtig agieren.
Ein kurzer Krypto-Überblick: Eine weitere rote Woche für den Kryptomarkt
Der Verkaufsdruck hält an, und immer mehr Marktteilnehmer fragen sich, ob dieser unaufhörliche Abverkauf auf Folgen des Crashs vom 10. Oktober zurückzuführen ist. Seit Wochen scheint es während der US-Handelszeiten einen oder mehrere Verkäufer zu geben, die konstant Liquidität aus dem Markt ziehen. Ob hierzu irgendwann Details ans Licht kommen, bleibt abzuwarten.
Während der Kryptomarkt seit Wochen im Abwärtstrend steckt, drehte am Donnerstag nun auch der US-Aktienmarkt nach unten, wobei der S&P 500 an einem einzigen Handelstag mehr als 2 Prozent verlor.
Gold handelt ebenfalls tiefer, nachdem es in der vergangenen Woche ein Hoch knapp unter 4’250 US-Dollar markiert hatte, das nun wie ein tieferes Hoch unter dem Allzeithoch vom Oktober aussieht. Der US-Dollar-Index hingegen steigt weiter und notiert knapp unter der Marke von 100.
Die Bitcoin-Dominanz liegt bei 59 Prozent und damit mehr als 4 Prozent unter den Höchstständen von Anfang November. Die Ethereum-Dominanz setzt ihren Abwärtstrend seit Ende August fort und liegt aktuell bei 11.5 Prozent.
Interessant ist ein Blick auf den restlichen Kryptomarkt: Die gesamte Marktkapitalisierung ohne Bitcoin und Ethereum ist prozentual weniger stark gefallen als die Gesamtmarktkapitalisierung. Kleinere Altcoins scheinen sich somit derzeit etwas besser zu halten als Bitcoin und Ethereum selbst.
Chart der Woche: Year-to-date price performance
Beim Blick auf die Year-to-date-Performance von Bitcoin, Ethereum, Solana und XRP zeigt sich, dass derzeit alle vier Anlagen seit Jahresbeginn im Minus liegen. Ein Blick auf die historische Kursentwicklung verdeutlicht, dass Bitcoin seit 2013 lediglich drei Jahre mit negativer Jahresperformance verzeichnet hat: 2014, 2018 und 2022 – allesamt ausgeprägte Bärenmarktjahre. Nun deutet vieles darauf hin, dass 2025 ein weiteres Jahr mit negativer Performance werden könnte und damit eine über ein Jahrzehnt bestehende Dynamik bricht. Historisch folgten auf Jahre mit negativer Year-to-date-Performance jeweils drei Jahre mit positiver Entwicklung.
Auch wenn das Jahr noch nicht vorbei ist und Bitcoin weiterhin die Chance hat, im grünen Bereich zu schliessen, sollte diese Entwicklung aufmerksam verfolgt werden. Es ist zudem längst kein Geheimnis mehr, dass sich die Marktstruktur von Bitcoin und anderen Kryptoanlagen in den vergangenen zwei Jahren stark verändert hat – durch die Lancierung der Spot-ETFs in den USA sowie durch den Einstieg digitaler Asset-Treasuries und traditioneller Finanzinstitute.
Positiv betrachtet zeigt die Vergangenheit auch, dass auf ein Jahr mit negativer Year-to-date-Performance für BTC historisch oft ein starkes Jahr folgte. Wie bereits mehrfach erwähnt, bietet der Ausblick für 2026 mehrere vielversprechende Faktoren für eine positive Kursentwicklung. Bitcoin gilt zudem als einer der sensibelsten Risikoindikatoren im Markt und bildet Böden historisch früher als andere Anlageklassen aus.





