Den Weekly Wrap gibt es auch auf Spotify und Apple Podcasts. Es ist eine Zusammenfassung mit Hilfe von KI-Stimmen (auf Englisch verfügbar).
Die Top-Schlagzeilen dieser Woche
«Morgan Stanley öffnet Krypto-Investitionen für alle Kundensegmente» – Freitag, 10. Oktober 2025
- Morgan Stanley informierte seine Finanzberater am vergangenen Freitag, dass das Unternehmen den Zugang zu Krypto-Investitionen für alle Kundengruppen öffnet und solche Anlagen künftig in jedem Kontotyp, einschliesslich Vorsorgekonten, zulässt.
- Ab dem 15. Oktober können Berater ihren Kunden Krypto-Fonds anbieten. Das Unternehmen betonte, dass Kryptowährungen zu einer zunehmend gefragten Anlageklasse geworden sind, die viele Investoren erkunden möchten.
- Darüber hinaus kündigte Citibank Pläne an, im kommenden Jahr Krypto-Verwahrlösungen anzubieten, sowie mögliche Initiativen zur Emission eines eigenen Stablecoins in den nächsten Jahren. Das zunehmend positive regulatorische Umfeld in den USA hat seit Jahresbeginn zu einer deutlichen Ausweitung der Krypto-Dienstleistungen durch amerikanische Banken geführt.
«Trump droht China mit zusätzlichen Zöllen von 100 Prozent nach dessen Brief an die internationale Gemeinschaft» – Freitag, 10. Oktober 2025
- US-Präsident Trump kündigte letzten Freitag in einem Post auf X an, ab dem kommenden Monat zusätzliche Zölle von 100 Prozent auf chinesische Importe zu erheben, nachdem China seine Exportregeln für seltene Erden verschärft hatte. Trump drohte zudem, ein Treffen mit Präsident Xi Jinping abzusagen, ruderte jedoch wenige Stunden später wieder zurück.
- Die Aktienmärkte reagierten prompt, der S&P 500 schloss 2,7 Prozent tiefer, der stärkste Tagesrückgang seit April dieses Jahres.
- Seither haben Schlagzeilen über eine mögliche Neuauflage des US–China-Handelskonflikts wieder an Fahrt aufgenommen, ähnlich wie bereits im April. Der US-Aktienmarkt konnte jedoch den Grossteil seiner Verluste wieder aufholen und nähert sich wieder neuen Allzeithochs.
«20 Milliarden US-Dollar an Krypto-Liquidationen beim Crash am Freitag – grösster Abverkauf in der Krypto-Geschichte» – Freitag, 10. Oktober 2025
- Die erneute Eskalation zwischen den USA und China löste das grösste Liquidationsereignis in der Geschichte des Kryptomarktes aus. Das offene Interesse auf den On-Chain-Perpetual-Börsen Hyperliquid und Lighter halbierte sich. Innerhalb weniger Stunden wurden über 20 Milliarden US-Dollar an Kryptopositionen liquidiert.
- Der Crash legte nicht nur das Ausmass an Leverage im Markt offen, sondern zeigte auch, dass viele Altcoins über keine tiefen Orderbücher verfügen und ihre Liquidität zu grossen Teilen von Market Makern gestützt wird. Marktteilnehmer dürften zudem erkannt haben, dass weit weniger frisches Kapital im Kryptomarkt vorhanden ist, als die jüngste Kursentwicklung vermuten liess.
Ein kurzer Krypto-Überblick: 20 Milliarden US-Dollar an Liquidationen am Freitag – Kryptomarkt setzt Abwärtstrend fort
Nach dem historischen Liquidationsereignis vom vergangenen Freitag setzte der Kryptomarkt seine Talfahrt auch in dieser Woche fort, nachdem eine kurze Erholungsphase über das Wochenende bis Montag anhielt. Während Bitcoin, Ethereum und Solana am Freitag zwischen 15 und 25 Prozent korrigierten, verzeichneten zahlreiche Altcoins deutlich stärkere Verluste, einige verloren innerhalb weniger Stunden mehr als 70 Prozent ihres Werts.
Unter den 100 grössten Kryptoanlagen liegen die meisten im Wochenvergleich derzeit zwischen 20 und 50 Prozent im Minus. Solana (SOL) fiel um 18 Prozent, Polkadot (DOT) um 30 Prozent, Cardano (ADA) um 25 Prozent und Dogecoin (DOGE) um 27 Prozent.
Das jüngste Liquidationsereignis übertraf die bisherigen Rekordwerte aus dem Bullenmarkt 2021 um ein Vielfaches, wodurch ein erheblicher Teil des Leverage im Markt bereinigt wurde. Angesichts der tief im Bereich «extreme Angst» liegenden Marktstimmung stellt sich die Frage, ob dieses Ereignis und die damit verbundene extreme Pessimismusphase eine mögliche Bodenbildung auf dem aktuellen Niveau signalisieren könnten. Der Markt wird in jedem Fall positive Nachrichten benötigen, um die Kaufaktivität wieder anzukurbeln und das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.
Die nachfolgende Grafik veranschaulicht das Ausmass des Liquidationsereignisses vom Freitag im Vergleich zu den letzten sechs Monaten.










