Den Weekly Wrap gibt es auch auf Spotify. Es ist eine Zusammenfassung mit Hilfe von KI-Stimmen (auf Englisch verfügbar).
Die Top-Schlagzeilen dieser Woche
«Zollkrieg zwischen den USA und China - Deal oder No Deal?» - Diese Woche
- Seit dem berüchtigten U.S. Liberation Day, an dem Präsident Trump seine neuen Zölle ankündigte und die Weltwirtschaft erschütterte, sind inzwischen mehr als zwei Wochen vergangen. Die meisten Marktteilnehmer hatten nicht mit Zöllen in einem solchen Ausmass gerechnet. In der Zwischenzeit ist viel passiert: Am vergangenen Mittwoch kündigte Präsident Trump eine 90-tägige Aussetzung neuer Zölle für Dutzende von US-Handelspartnern an, während er gleichzeitig die Zölle auf chinesische Importe auf 145 Prozent anhob. Diese Nachricht löste eine aussergewöhnliche Marktrallye aus: Der S&P 500 stieg an einem einzigen Tag um 9,5 Prozent, während der Nasdaq um 12 Prozent zulegte – der S&P verzeichnete damit den grössten Tagesgewinn seit 2008.
- In dieser Woche dreht sich alles um die USA und China bzw. um Präsident Trump und Präsident Xi sowie deren Pläne für Verhandlungen oder eine Eskalation des aktuellen Zollkriegs zwischen den beiden Ländern. Am vergangenen Donnerstag äusserte Präsident Trump, dass er sehr daran interessiert sei, ein Handelsabkommen mit China zu schliessen, um die Eskalation zu beenden.
- Am Freitag kündigte die chinesische Zollkommission an, die Zölle auf bestimmte US-Einfuhren ab dem 12. April 2025 von 84 auf 125 Prozent zu erhöhen. Dieser Schritt zwang die USA dazu, ihrerseits die Zölle auf chinesische Waren erneut anzuheben. Infolge dieses Handelskriegs ist China derzeit mit Zöllen von bis zu 245 Prozent auf Exporte in die Vereinigten Staaten konfrontiert.
- Der am 5. April in Kraft getretene Basiszoll von 10 Prozent bleibt für alle betroffenen US-Importe weiterhin bestehen. Während sich der Fokus nun hauptsächlich auf die Auseinandersetzung zwischen den USA und China richtet, herrscht auch Unsicherheit darüber, wie es nach Ablauf der 90-tägigen Aussetzung mit den übrigen US-Handelspartnern weitergeht.
- Am Mittwoch, den 15. April, teilten Mitarbeiter des Weissen Hauses mit, dass der Ball derzeit im Feld Chinas liege und die USA nicht gezwungen seien, ein Abkommen zu schliessen.
Es verdichtet sich zunehmend der Eindruck, dass Präsident Trump und sein Team versuchen, die Zollverhandlungen mit mehr als 70 Ländern zu nutzen, um diese dazu zu bewegen, China die Durchfuhr von Waren durch ihr Territorium zu untersagen – offenbar in dem Bestreben, China mithilfe der Zölle zu isolieren.
«Wirtschaftliche Auswirkungen der Zölle wahrscheinlich grösser als erwartet, aber die Märkte funktionieren ordnungsgemäss.» - Mittwoch, 17. April 2025
- Fed-Vorsitzender Jerome Powell sprach am Mittwoch vor dem Economic Club of Chicago und erwähnte, dass die Höhe der angekündigten Zollerhöhungen deutlich grösser als erwartet sei und dass die höher als erwartet ausfallenden Zölle zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den USA sowie zu einem Anstieg der Inflation führen könnten.
- Powell sagte ausserdem, dass die US-Notenbank vorerst auf mehr Klarheit warten könne, bevor sie eine Anpassung ihres geldpolitischen Kurses in Erwägung ziehe, und dass sie ihre Strategie weiterhin auf der Analyse eingehender Daten basiere.
- Powells Rede erfolgte nur wenige Tage, nachdem Scott Bessent am Montag erklärt hatte, dass das Weisse Haus im Herbst mit der Suche nach Kandidaten für Powells Nachfolge beginnen werde – dessen Amtszeit endet im Mai 2026.
Ein kurzer Krypto-Überblick: Seitwärts gerichtete Kursentwicklung bei Kryptowährungen
Diese Woche war grösstenteils von einer seitwärts gerichteten Preisentwicklung auf dem breiteren Kryptomarkt geprägt. Bitcoin wird weiterhin um die 84'000-US-Dollar-Marke gehandelt, Ethereum bewegt sich um die 1'600-US-Dollar-Marke, und grössere Altcoins wie Solana und Ripple schwanken ebenfalls innerhalb einer bestimmten Kursspanne.
Die gesamte Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen hat seit ihrem Höchststand im Dezember um fast 40 Prozent nach unten korrigiert, liegt mittlerweile jedoch bereits wieder fast 15 Prozent über dem Tiefststand vom 7. April – einem Tief, das im Anschluss an die Ankündigung von Trumps Zöllen zu Beginn des Monats erreicht wurde.












